Eishockey, Swiss League
Ein Spiel so zäh wie der Hochnebel: Der EHCO verliert nach Penaltyschiessen

Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen gegen Sierre und Winterthur gabs für den EHC Olten auf heimischem Eis wieder einen Rückschlag. In einem zähen Duell unterlag man den GCK Lions mit 2:3 nach Penaltyschiessen. Aufwand und Ertrag stimmten in der Offensive einmal mehr nicht.

Marcel Kuchta
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Jubel beim EHCO über die frühe Führung. Dion Knelsen verwertet nach sechs Minuten einen Abpraller zum 1:0.
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Silvan Wyss vor dem Tor von Jeffrey Meier. Die Oltner starteten druckvoll in die Partie.
Jerome Portmann setzt sich an der Bande gegen Xeno Buesser und Silvan Landolt durch.
Daniel Carbis vor dem gegnerischen Tor. Viel spielte sich im ersten Drittel vor GCK-Torhüter Jeffrey Meier ab.
Silvan Wyss führt die Scheibe im Drittel der GCK Lions.
Olten-Topskorer Gary Nunn im Duell mit Xeno Buesser.
Duell um den Puck zwischen Cedric Hüsler (l.) und Axel Andersson.
Silvan Wyss führt mit Tempo die Scheibe vor GCK-Verteidiger Xeno Buesser.
Garry Nunn erzielt das Tor zum 2:1.
Jubel beim EHC Olten über die erneute Führung.
Silas Matthys ist zum zweiten Mal geschlagen. Willy Riedi erzielt das Tor zum 2:2.
Noah Meier bedrängt Olten-Spieler Evgueni Chiriayev.
Cedric Hüsler mit einem Abschluss vor dem Tor der GCK Lions.
Intensives Duell zwischen Simon Lüthi und Ryan Hayes.
Fabian Berri gelingt im Penaltyschiessen der entscheidende Treffer.

Jubel beim EHCO über die frühe Führung. Dion Knelsen verwertet nach sechs Minuten einen Abpraller zum 1:0.

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Der Hochnebel ist seit Tagen ein treuer Gast im solothurnischen Mittelland. Wer die Sonne sehen will, der muss hoch hinaus. Auf den Sport übertragen würde das heissen: Richtung Tabellenspitze. Dorthin möchte auch der EHC Olten gerne. Aber nach den letzten beiden Auftritten gegen den EHC Winterthur (3:2-Sieg nach Penaltyschiessen) und vor allem am Freitagabend gegen die GCK Lions (2:3 nach Penaltyschiessen) bleibt die Erkenntnis, dass die Plätze an der Sonne immer noch ein rechtes Stück entfernt sind.

Das Spiel gegen die GCK Lions war aus Sicht des EHC Olten unter dem Strich so, wie sich der Hochnebel anfühlt. Zäh, grau, mühselig. Man kann der Mannschaft den Willen, auf dem Eis etwas zu bewegen, nicht absprechen. Im Gegenteil. Aber Aufwand und Ertrag sind momentan in keinem Verhältnis. «Wir haben 44-mal aufs gegnerische Tor geschossen», hielt EHCO-Headcoach Fredrik Söderström fest mit Blick auf die Offensivbemühungen seiner Mannschaft. Was er aber auch konstatieren musste: «Wir müssen für unsere Tore ganz einfach mehr investieren.»

Die Sturmlinien durch den Mixer gelassen

Zweimal schafften es die Oltner, den Puck am GCK-Goalie Jeffrey Meier vorbeizubringen. Dion Knelsen (nach einem Abpraller) und Garry Nunn (nach einer unübersichtlichen Situation) trafen für den EHCO. Es waren wieder mal die bekannten Namen, die reüssierten. Dabei hatte Fredrik Söderström seine Sturmlinien erwartungsgemäss durch den Mixer gelassen. In der Offensive blieb kein Stein auf dem anderen. Das Resultat? Wenig überraschend nicht gerade erbaulich. Wirklich herausgespielte Torchancen gab es selten. Viel entsprang dem Zufall. Es ist aber klar, dass sich die neuen Sturmlinien erst finden müssen, bevor man dieses Experiment beurteilen kann.

Positiv: Die Defensive und Goalie Silas Matthys erledigen den Job weiterhin sehr solid. In den letzten fünf Spielen haben die Oltner nur sieben Gegentore kassiert. Dass diese Ausbeute aber nur zu neun von 15 möglichen Punkten geführt hat, ist eben symptomatisch für den zähen offensiven Gang der Dinge.
Klar ist: Wer so wenige Tore schiesst, bei dem fällt jeder Gegentreffer umso mehr ins Gewicht. Den GCK Lions genügte so ein gutes Mitteldrittel, als die Oltner, die im ersten Durchgang die bessere Mannschaft waren, abbauten, um einen zweimaligen Rückstand zu eliminieren und sich so ins Penaltyschiessen zu retten. Dort sorgte Fabian Berri im 16. Anlauf dafür, dass die Zürcher zwei Punkte mit nach Hause nehmen durften.

Brennan Othmanns Premiere, Philipp Rytz überzählig

Nur eine Zuschauerrolle hatte bei der Kurzentscheidung Brennan Othmann, der es als 13. Stürmer aufs Matchblatt schaffte. Der 17-jährige erhielt eine Handvoll Einsätze und durfte erstmals ein wenig Swiss-League-Luft schnuppern. An seiner Stelle musste dafür Philipp Rytz auf der Tribüne Platz nehmen. Der abgesetzte Captain erlebt eine Saison, die sich nicht wie Hochnebel, sondern eher wie ein Unwetter anfühlt.

Telegramm

EHC Olten - GCK Lions 2:3 (1:0, 1:2, 0:0) n.P.

Kleinholz. – 30 Zuschauer. – SR: Ruprecht/Weber (Micheli/Meusy). – Tore: 5. Knelsen (Lüthi) 1:0. 21. Benson (Simic, Schlagenhauf) 1:1. 27. Nunn (Elsener) 2:1. 29. Riedi (Benson, Christen) 2:2. – Penaltyschiessen: Simic -. Knelsen -. Christen 0:1. Nunn 1:1. Berri 1:2. Schirjajew 2:2. Andersson 2:3. Fuhrer -. Benson -. Schwarzenbach 3:3. Nunn -. Christen -. Knelsen -. Suter -. Schirjajew -. Berri 3:4.– Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Olten. 4-mal 2 Minuten gegen die GCK Lions.

Olten: Matthys; Elsener, Maurer; Heughebaert, Lüthi; Gurtner, Nater; Weisskopf; Weder, Knelsen, Nunn; Carbis, Schirjajew, Portmann; Schwarzenbach, Fuhrer, Hüsler; Wyss, Rexha, Oehen; Othmann.

GCK Lions: Jeffrey Meier; Braun, Andersson; Noah Meier, Burger; Büsser, Landolt; Widmer; Casutt, Schlagenhauf, Hayes; Benson, Suter, Simic; Brüschweiler, Mettler, Berri; Mathew, Christen, Riedi; Reichle.

Bermerkungen: Olten ohne Fogstad Vold (verletzt), Simon Rytz (Quarantäne) sowie Philipp Rytz und Daneel (beide überzählig). Erstmals mit Brennan Othmann auf dem Matchblatt. – 64:47 Timeout Olten.

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