Handball
Ein schwerwiegender Punktverlust

Nun ist der Aufstiegszug für die Buchserinnen wohl endgültig abgefahren. Das 32:32-Unentschieden der HV Herzogenbuchsee in Basel hilft vor allem den Rheinstädterinnen weiter.

Grégory Mathys
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Aufstiegszug für die Buchserinnen wohl endgültig abgefahren
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Handball_ SG Basel Regio - HV Herzogenbuchsee Auf dem Bild sind_ 1
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Aufstiegszug für die Buchserinnen wohl endgültig abgefahren

AZ

Die Rheinstädterinnen liegen fünf Spiele vor Ende der Auf-/Abstiegsrunde zur Swiss Premium League nämlich weiterhin (und nun fast uneinholbar) sechs Punkte vor den Bernerinnen.

Deren Trainer Jürg Lüthi wollte aber noch nicht von einer Vorentscheidung sprechen: «Ich schaue schon lange gar nicht mehr auf die Tabelle. Wir müssen einfach versuchen unsere Spiele zu gewinnen, alles andere ergibt sich von selbst.» Dass es in der eminent wichtigen Partie gegen Basel Regio nur zu einem Punkt reichte, lag vor allem an der mangelnden Kreativität und Effizienz im Abschluss. Stellvertretend dafür ist die Bilanz von Rückraumspielerin Margrit Felegyi, welche bisher im Schnitt über sechsmal pro Partie traf. Am Sonntag musste sie mit nur drei Toren und zwei verschossenen Penaltys vorlieb nehmen.

Chance zum Siegtreffer vertan

Zwar sprang Isabel Prinzing mit zehn Toren in die Bresche, den Punktverlust konnte aber auch sie nicht verhindern. Wobei anzufügen ist, dass die Buchserinnen mit dem Unentschieden eher gut bedient waren und leicht auch hätten verlieren können. Sie waren in diesem umkämpften Duell nur gerade dreimal in Führung und beanspruchten zwei Sekunden vor Schluss Glück, als es der Baslerin Christina Schulz nicht gelang die Chance zum Siegtreffer auszunützen.

Wie viel Potenzial aber eigentlich in dieser Mannschaft steckt, zeigte sich in den Unterzahlsituationen, welche die Buchserinnen jeweils für sich entschieden. Bei Vollbestand hingegen war Basel meist einen Hauch stärker. An diesem Sonntag vergab Herzogenbuchsee also wahrscheinlich die allerletzte Gelegenheit – der Aufstieg wurde aber nicht in Basel verspielt.

Holt Basel eine Buchserin?

Viel schwerer wiegt der miserable Start in die Aufstiegsrunde mit den Niederlagen gegen Aussenseiter Wohlen. Unruhe komme jetzt aber keine auf, meinte Lüthi nach dem Spiel. «Es ist keine Katastrophe für den Verein, wenn wir diese Saison noch nicht aufsteigen.» Wobei aber auch offensichtlich ist, dass die endgültigen (und vor allem personellen) Konsequenzen erst Ende Saison klar sein werden. So versucht etwa die SG Basel Regio, laut deren Trainer Thomas Mathys, die eine oder andere Bernerin zu verpflichten. Herzogenbuchsee ist gewarnt und muss aufpassen, dass es nicht auf dem Abstellgleis stehen bleibt. Das beste Gegenmittel wären zwei Punkte im nächsten Duell mit den Aargauerinnen aus Wohlen.

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