Trainer Dariusz Skrzypczak mahnte nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel und vor dem entscheidenden Rückspiel beim FC Münsingen zur Vorsicht. Zu Recht, denn die Solothurner beendeten zwar die Gruppe 2 mit 15 Punkten Vorsprung auf Münsingen auf dem Spitzenplatz.

Aber nur weil die Berner in der ersten Phase der Meisterschaft nicht weniger als zwölf Unentschieden holten. So endeten auch die zwei Duelle gegen den FCS jeweils 1:1. Münsingen verlor nur ein Spiel und schaltete in der ersten Runde der Aufstiegsspiele Favorit Meyrin aus.

Für den FC Münsingen war es zudem die dritte Teilnahme an der Aufstiegsrunde in Serie. Den Vorteil der grösseren Erfahrung spielten die Berner im entscheidenden Moment denn auch gnadenlos aus.

Das 2:1 zu Hause im Hinspiel war ein trügerisches Resultat für den FCS, wie sich zeigen sollte. Weil Münsingen daheim nur ein Tor benötigte. Die Solothurner zogen am Samstag einen ganz schwachen Tag und eine rabenschwarze zweite Halbzeit ein. Dies wurde von den routinierten Münsingern eiskalt bestraft. Der FCS fand kein Mittel gegen das Bollwerk der Berner.

Von einer perfekten Saison hatte Coach Skrzypczak vor dem Spiel gesprochen. Diese endete nun also mit einer jähen Enttäuschung statt der Krönung mit dem Aufstieg. Es wäre aber falsch, von einer einmaligen Chance zu sprechen. Der FCS war schon letzte Saison in den Aufstiegsspielen, scheiterte damals in der ersten Runde.

Dieses Jahr kam man der Promotion League noch einmal ein Stück näher. Wenn das Aushängeschild des Kantons seine Arbeit so konsequent wie in den letzten Jahren fortsetzt, sind 2018/19 vielleicht aller guten Dinge drei und es klappt mit der Promotion.