Eishockey NLB
Ein ruhiges 40-minütiges Schaulaufen für den EHC Olten

Der EHCO-Sieg über Martigny (6:4) hätte durchaus höher ausfallen können. Das Nachbarschaftsduell war auf dem Eis weniger ausgeglichen, als es der Blick auf die Tabelle im Vorfeld versprach.

Adriana Gubler
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Marco Truttmann, Justin Feser und Diego Schwerzenbach (v. l. n. r.) überzeugten mit Olten.

Marco Truttmann, Justin Feser und Diego Schwerzenbach (v. l. n. r.) überzeugten mit Olten.

Kissling

Die frühe Führung gab den Powermäusen ordentlich Auftrieb. Scheibengewinn, Konter, Tor. So schnell kanns gehen. Geduldig wartete Adrian Brunner den richtigen Moment ab, um die Scheibe zu Codey Burki zu spielen. Die Nummer 55 musste nach lediglich 44 Sekunden nur noch den Stock hinhalten, und das 1:0 war Tatsache. Brunner bewies noch ein zweites Mal ein feines Händchen. In der 11. Minute war Shayne Wiebe Profiteur des Brunner-Pässchens. Damit konnte der 24-jährige Kanadier seine Torflaute beenden.

Der Gegentreffer (2:1) 52 Sekunden nach Wiederbeginn im Mitteldrittel verunsicherte die Oltner nicht und hinderte sie schon gar nicht daran, zu einem Schaulaufen anzusetzen. Herrlich, was Olten im Angriffsspiel fabrizierte. Eine Chance schöner als die andere. Ein Tor schöner als das andere. Immer wieder kombinierten sich die Oltner bilderbuchmässig in die Gefahrenzone der Walliser. Zwischen der 24. und 38. Minute wirkte sich das auch auf der Anzeigetafel aus. Mit vier Toren – Feser, Wüst (im Powerplay), Hirt und Verteidiger Remo Meister trafen und erhöhten auf 6:1. Das 2:6 Martignys vor der Pause war bereits Resultatkosmetik.

Nach der Gala im Mitteldrittel liessen die Oltner nach. Die letzte Konsequenz fehlte. Schade. Denn aus diesem Grund schmolz die Führung bis zum Schlusspfiff auf 6:4. Der Treffer von Sirokovs in der 48. Minute und jener von Zorin sechs Sekunden vor Spielende hatten auf den Spielausgang zwar keinen Einfluss und gefährdeten den EHCO-Sieg nicht, allerdings verfälscht die Resultatkosmetik die Deutlichkeit, mit der die Oltner ihren Gegner dominierten.

Drei Punkte fürs Heimrecht

Noch ist das Heimrecht für die Playoffs aber längst nicht im Trockenen. Denn die Visper, die derzeit auf dem 5. Tabellenrang liegen, haben nur sechs Punkte weniger als die Oltner. Weitere Vollerfolge der Powermäuse sind also gefordert – die Chance dazu hat der EHCO morgen Dienstag gegen Visp, am Donnerstag gegen die GCK Lions und am Samstag gegen die SCL Tigers.