Angesichts der misslichen Tabellenlage musste sich die Geschäftsleitung des FC Solothurn schon Ende des letzten Jahres Gedanken darüber machen, wie ein Abstieg aus der 1. Liga zu vermeiden sei. Der Ligaerhalt hatte in vielen internen Gesprächen der neuen Geschäftsleitung neben den Zielen «Vision FCS 11» (11 eigene Spieler auf dem Platz) und «Schuldenabbau» immer mehr Wichtigkeit erhalten.

Die sehr junge Equippe mit 75 Prozent eigenen Nachwuchsspielern (Durchschnittsalter beim 2:2 im Derby gegen Grenchen am 10.11.2013 in den letzten 20 Minuten: 18.5 Jahre, 10 «Eigengewächse» im Team) brauchte – auch wegen grossem Verletzungspech – für den Rest der Saison Verstärkung. Dabei konnten jedoch aus finanziellen Gründen keine grossen Sprünge gemacht werden. Mit Andreas Heiniger und Marc Du Buisson stiessen aufs neue Jahr nochmals zwei «Einheimische» dazu.

Schlechter Start in die Rückrunde

Zusammen mit fünf weiteren neuen, erfahrenen Spielern schaute man verhalten zuversichtlich auf die Fortsetzung der Meisterschaft. Der enttäuschende Start mit dem 2:6 gegen die Black Stars und der blamablen 0:1 Heimniederlage gegen den Tabellenletzten FC Thun U21 zeigte jedoch, dass die Mannschaft ihre Qualität und Kampfbereitschaft nicht genügend abrufen konnte. Intensive Gespräche der sportlichen Leitung mit Trainer Patrik Grolimund und Spielanalysen brachten die Geschäftsleitung zur Erkenntnis, dass es einer Veränderung in der Teamführung bedurfte, um das volle Potential und die letzte Entschlossenheit der Spieler abzurufen.

Auch der Trainer ist ein «Eigengewächs»

Mit dem neuen Chefcoach Aziz Sayilir, der seit fünf Jahren beim FCS die U16 trainiert und so die meisten im jungen Team seit langem kennt, ist sich die Geschäftsleitung sicher, diesen «Extrapunch» zu erzielen. Damit soll die schwierige Aufgabe «Vision FCS 11», die Patrik Grolimund begonnen hat, in der 1. Liga fortgeführt werden können. Sayilir ist schweizerischer und türkischer Doppelbürger, verheiratet, und hat eine 12-jährige Tochter und einen 8-jährigen Sohn. Er wohnt in Rothrist und arbeitet als Disponent. Vor seinem Engagement beim FCS war er drei Jahre lang Spielertrainer beim FC Oensingen in der 3. Liga, zuvor Spieler beim FC Langenthal in der 2. Liga.