Fussball

Ein lupenreiner Hattrick von Italgrenchens Gianluca Sortino

Trainer Mirko Recchiutis neues Team deklassiert dessen frühere Mannschaft Gerlafingen mit 7:1. Die Grenchner kombinierten geschmeidig und präzise, und auch die Chancenauswertung des 2.-Liga-Leaders war perfekt.

Was für ein Auftakt: Bevor Gerlafingen geistig so richtig in Grenchen angekommen war, hiess es bereits 2:0 für Ital. Die Gelb-Schwarzen, bei denen Captain Benjamin Hohl wegen eines privaten Anlasses fehlte, bekundeten dabei gewaltige Abstimmungsprobleme, welche zuerst Alban Jahiu und gleich darauf Valerio Fragapane ausnützten. Die Grenchner kombinierten dagegen geschmeidig und präzise, und auch die Chancenauswertung war perfekt.

«Das ist gefährlich, wenn es so leicht geht», kommentierte Goalie Pascal Schwaller den Zwischenstand. Und tatsächlich: Gerlafingens Junior Philipp Breu setzte sich in der 17. Minute mit etwas Glück im Strafraum gegen Giuseppe Tiralongo und Andreas Siragusa durch und schoss den Anschlusstreffer.

Ein waschechter Hattrick

Die Freude währte aber nicht lange. Ital spielte den Gegner erneut mit einer zügig vorgetragenen Kombination schwindlig und Fabian Frick stellte auf 3:1. Ein Pass von Marco Röthlisberger auf der rechten Seite fand in der Mitte Fragapane, der das 4:1 schoss. Das sah alles so leicht aus.

Dann schickte Fragapane mit einem Lobball in den Rücken der Abwehr Gianluca Sortino auf die Reise, der souverän zum 5:1 einschob. Sortino liess sogar noch einen waschechten Hattrick für sich notieren. In der 75. Minute nutzte er einen Ballverlust der Gerlafinger in der Vorwärtsbewegung zum 6:1 und in der 91. Minute startete er sein Solo an der Mittellinie, tanzte alle aus und schoss das 7:1 für Ital.

Und wie lautet die Bilanz für Gerlafingen? «Alles hat gestimmt: Das Wetter war gut, die Stimmung war gut, der Platz war gut – nur wir waren schlecht», sagte einst Dariusz Wosz, und das traf diesmal auf die Gelb-Schwarzen zu.

Daran konnte auch der neue Stürmer Oliver Andrijasevic nichts ändern, der bei seinem ersten Einsatz zu keiner einzigen Torchance kam. Die Zuspiele der Gerlafinger waren ungenau, das einzeltaktische Verhalten und Stellungsspiel ungenügend, und angesichts der sich abzeichnenden Kanterniederlage liessen sie auch Stolz und Kampfgeist vermissen.

Trost von Mirko Recchiuti

So musste Ital-Trainer Mirko Recchiuti nach dem Schlusspfiff den einen oder anderen niedergeschlagenen Gerlafinger trösten. «Sie waren schliesslich während vier Jahren meine Spieler, da fühle ich natürlich noch immer mit ihnen», sagte Recchiuti. «Zwei Chancen, zwei Tore. Es ist heute von Anfang an alles für uns gelaufen», nahm er den Gegner etwas in Schutz.

Italgrenchen hat dagegen einen tollen Lauf. «Wir werden immer besser, weil die Mannschaft sich findet und das umsetzt, was ich vorgebe», analysierte Mirko Recchiuti. Gleichzeitig relativierte er die Siegesserie ein wenig: «Das Resultat sah immer etwas zu deutlich aus. Bisher waren alle Spiele sehr umstritten.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1