Klingende Namen der Elite des Schweizer Tennissports schicken sich an, die letzte Hürde der Qualifikation zu überwinden: Johan Nikles, Robin Roshardt, Adrian Bodmer, Loïc Perret und Jacob Kahoun. Am heutigen Sonntag zwischen 13 und 15 Uhr entscheidet sich, welche acht Spieler des Qualifikationsturniers in der Hauptrunde des ITF Trimbach vertreten sein werden.

Ein Trimbacher Eigengewächs hat seine Chance auf die Teilnahme gewahrt. Luca Giacomelli bestreitet seine zweite Partie direkt um 9 Uhr, nachdem er am Samstag in seinem Auftaktmatch mit 6:3, 6:4 überzeugte. Als nächstes trifft er auf Robin Kern. Gelingt ihm ein weiterer Sieg, muss er noch die dritte Runde überstehen. Robin Roshardt, der Vize-Schweizer-Meister im Einzel und Schweizer Meister in der Mannschaft des TC Froburg Trimbach im Sommer 2015 startet ebenfalls um 9 Uhr.

Kein einheimischer Spieler definitiv im Haupttableau

Philipp Ziersch, ein weiterer Schüler der Trimbacher Tennisschule, hatte keine Chance. Der Schweizer U18-Meister Luca Keist mit Trimbacher Wurzeln dagegen gewann sein Auftaktspiel gegen den besserplatzierten Vitaliy Sachko kämpferisch im dritten Satz, obwohl sich nach Satzverlust zunächst eine Niederlage andeutete mit 3:6, 6:1 und 7:5. Gleiches gelang Timo Lanz aus Hägendorf, der ebenfalls sein Match drehte und den nötigen Biss hatte, um den zweiten und dritten Satz äusserst knapp je im Tie Break für sich zu entscheiden.

Am Ende hiess es 3:6, 7:6, 7:6. Luca Keist überstand sein Zweitrundenmatch nach grossen Erfolgen in den vergangenen Monaten nicht – sicherlich zurückzuführen auf seine Erkältung und die deutlich höhere Platzierung seines Gegners Niels Lootsma. Auch Timo Lanz schied aus. Aus regionaler Sicht bedauerlich, da beide in der dritten Runde aufeinandergetroffen wären. Das hätte bedeutet, dass ein einheimischer Spieler definitiv im Haupttableau gestanden hätte.

Angebliche Freude auf das Wiedersehen

Das Haupttableau startet am Montag. Alle Matches sind kostenlos zu sehen. Gut möglich, dass sich dann Robin Roshardt und Yann Marti Auge in Auge gegenüberstehen. Noch im Sommer 2015 errangen sie gemeinsam den Schweizermeister-Titel für den TC Froburg Trimbach. Doch das Aufeinandertreffen hätte eine pikante Note: Im Final der Schweizer Meisterschaft standen sich beide gegenüber und sorgten gemäss Medien für einen Eklat. Swiss Tennis sprach gar von einem Skandal. Das Medienecho war so gross, dass der «Blick» die Geschichte auf die Titelseite erhob. Roshardt und Marti dagegen beschwichtigen: Beide würden sich auf ein Wiedersehen freuen. Die ersten Partien beginnen jeweils um 12 Uhr, die letzten um 18 Uhr.