1. Liga Classic
Ein Lapsus von Goalie Lapcevic bringt Wangen in letzter Minute den Sieg

Wangen bei Olten gewann das Nachtragsspiel in der 1. Liga Classic gegen den FC Grenchen durch ein Tor in allerletzter Minute mit 1:0. Bitter für die Uhrenstädter, welche über die gesamte Spieldauer dominierten.

Mike Brotschi
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Wangens Gashi und Grenchens Ekoman (rechts) im Laufduell.

Wangens Gashi und Grenchens Ekoman (rechts) im Laufduell.

HR.Aeschbacher

Weil die Grenchner haufenweise Chancen versiebten und je ein Treffer wegen Offside nicht zählte, entschied letztlich ein Goalie-Lapsus die Partie.

Grenchen setzte die Gastgeber gleich unter Druck. Eine vielversprechende Aktion über Nascimento schloss Frimpong in der 11. Minute ab. Ersatzhüter Petrovic lenkte den Ball aus nächster Nähe mit dem Fuss am linken Pfosten vorbei. Wangen kam nach 18 Minuten ein erstes Mal zum Durchatmen. Der Freistoss von Todorovic bedeutete für das Grenchner Tor keine Gefahr. Auf der Gegenseite stand das Wangener Tor unter Dauerbeschuss. Zayas auf Vorarbeit von Ndo’Ze und Frimpong – gleich im Doppelpack – vergaben ihre Torchancen. Die beste Einschussmöglichkeit hatte kurz darauf Nascimento. Dessen Ball kullerte aber am leeren Tor vorbei. Nach zwei rüden Fouls, welche jeweils mit Gelb bestraft wurden, kamen die Platzherren durch einen Distanzschuss von Giacomini nach einer halben Stunde wieder einmal vor das Grenchner Tor. Lapcevic musste sich zwar strecken, doch den Ball behändigte er im Nachfassen sicher.

Während es im letzten Herbst im Hinspiel noch zum Duell der beiden Dedaj Brüder gekommen war, so mussten gestern Abend beide von aussen mitfiebern. Wangens Goalie Vilson ist zurzeit am Fuss verletzt und Grenchens Innenverteidiger «Dugi» hat die Hand gebrochen. Sie konnten auch in der zweiten Hälfte das gleiche Bild mitverfolgen. Grenchen vergab die besten Chancen und baute so Wangen auf. In der Tat bekamen die Gastgeber nach einer Stunde die Partie besser in Griff und nach einem Freistoss-Tor schien die Führung Tatsache. Doch der Treffer wurde vom Schiedsrichter nicht gegeben. Nochmals brannte es im Grenchner Strafraum. Der Hechtkopfball von Dias verpasste das Tor deutlich. Kurz darauf verfehlte der eingewechselte Kastrati das leerstehende Tor ebenfalls (76.). Mit viel Glück konnte Wangens Keeper einen perfiden Aufsetzer von Sadrji mit einem kühnen Hechtsprung vor dem Überqueren der Torlinie hindern.

Noch mehr Glück dann für die Gastgeber, als der Schiedsrichter kurz vor Schluss ein Tor von Frimpong wegen Offsides aberkannte. Des einen Pech ist des andern Glück. So profitierte Kastrati in der 90. Minute von einem Goalie-Patzer. Lapcevic liess den Ball fallen und ermöglichte so Wangen das viel umjubelte 1:0. «Dieser Sieg freut uns sehr, denn wir haben diese Saison auch schon einige Male unglücklich verloren», resümierte Wangens Trainer Della Casa, während auf Grenchner Seite abermals den verpassten Chancen nachgetrauert wurde.