Schwingen
Ein lachender Dritter gewinnt in Grenchen

Der traditionelle Rangschwinget im Grenchner Reitsportzentrum Kronwall befand sich fest in Seeländer Hand. Vor 400 Zuschauern setzte sich der Vinelzer Dominic Bloch nach einem gestellten Schlussgang als lachender Dritter an die Spitze der Rangliste.

Hugo Schumacher-Hasler
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Die Sieger des Rangschwinget Grenchen 2015 (von links): Simon Stampfli, Tobias Hengart, Robin Roth und Dominic Bloch.

Die Sieger des Rangschwinget Grenchen 2015 (von links): Simon Stampfli, Tobias Hengart, Robin Roth und Dominic Bloch.

Heiner Grolimund

Der Vorjahressieger Christian Stucki stand mit dem Aarberger Florian Gnägi im Schlussgang. Der Kampf der beiden Eidgenossen fand im vierten Gang schon einmal ohne Gewinner statt. Beim entscheidenden Gang um den Festsieg wollten beide Schwinger den Erfolg und gingen entsprechend aktiv ans Werk.

Erster Schwingfestsieg für Bloch

Gnägi zog unerschrocken Kurz und wirbelte Stucki fast auf den Rücken. Dieser nahm immer mehr Fahrt auf, trotzdem endete der interessante Finalgang ohne Resultat. Als lachender Dritter und Festsieger entpuppte sich der Vinelzer Dominic Bloch. Der 29-jährige Zimmermann vom Schwingklub Biel gewann damit sein erstes Schwingfest.

Der Bellacher Thomas Stüdeli vergab eine Spitzenplatzierung mit einer Niederlage gegen den späteren Sieger. Im sechsten Gang wurde er von Bloch im ersten Zug mit einem Kurz bezwungen. Als bester Solothurner unter den angetretenen Aktiven konnte sich so Lorenz Blatter im vierten Rang klassieren.

Robin Roth gewinnt bei den Jungschwingern

Der Schlussgang bei den Ältesten mit Jahrgang 2000 - 2001 wurde von Robin Roth aus Biberist und Matthias Imobersteg aus Beinwil bestritten. Beide suchten von Beginn an den Sieg, gefunden hatte ihn dann Robin Roth mit einem Armhebel. Das grosse Nachwuchstalent aus Biberist schwingt für den Berner Verband. Er setzte sich mit sechs glatten Siegen und über zwei Punkten Vorsprung klar an die Spitze der Rangliste. So blieben den Solothurnern Timo Oehler und Simon Schmutz nur die Ehrenplätze.

Die Endausmarchung der Jahrgänge 2002 - 2003 fand zwischen Tobias Hengartner aus Olten und dem Däniker Thomas Bader statt. Die beiden gingen forsch, aber lange ohne zählbares Resultat ans Werk. Die unermüdlichen Angriffe des Oltners fanden erst in der letzten Minute mit einem Kurzzug den verdienten Erfolg. Auch er dominierte seine Kategorie mit zwei Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten Dario Christ aus Gempen.

Bei den Jüngsten mit Jahrgang 2004 – 2007 standen sich im Schlussgang Etienne Burger aus Les Prés-d’Orvin und Simon Stampfli aus Hubersdorf gegenüber. Der Kampf verlief lange harzig, bis der Hubersdörfer seinen Gegner schlussendlich am Boden überdrücken konnte. Damit fing er den Berner quasi auf der Ziellinie ab und konnte mit einem Viertelpunkt Vorsprung den Kategoriensieg sicherstellen.