Fussball

Ein Hoffnungsschimmer bleibt für den Abstiegskandidaten bestehen

Der Fussballclub Luterbach gewinnt das Solothurner Derby in der 2. Liga inter gegen Dulliken mit 2:1. Damit wahrt Luterbach seine Chancen auf einen Verbleib in der höchsten Regionalen Liga.

Das Solothurner Derby in der 2. Liga inter stand unter klaren Vorzeichen: Luterbach musste gewinnen, um im Kampf gegen den Abstieg seine Chancen zu wahren, Dulliken will sich noch ehrbar aus der undankbaren Spielklasse verabschieden. So gesehen haben beide Teams ihr Ziel erreicht: Dulliken wehrte sich mit Stil, aber Luterbach gewann dank eines «erknorzten» Tores in der 94. Minute doch noch 2:1.

Luterbach gelang es nie, wie angestrebt, zu dominieren. Die Wasserämter kamen zwar gelegentlich zu guten Torchancen, aber die Niederämter, obwohl auf einigen Positionen deutlich schlechter besetzt, konnten dagegenhalten. So ging es auch nach der Pause weiter. In der 52. Minute brillierte Dullikens Goalie Alessandro Vodola, indem er einen guten Diagonalschuss von Thaqi mit einer Glanzparade abwehrte. Doch insgesamt war es zu wenig, was die Luterbacher zeigten. Ihre individuelle und spielerische Klasse blitzte selten auf, und so wurden sie immer nervöser - bis in der 64. Minute Mustafa Yildiz nach einem Corner das befreiende 1:0 gelang.

Goalies auf verlorenem Posten

Doch dann kam eine alte Weisheit zum Tragen: Torhüter ist der undankbarste Posten im Fussball. Wo der steht, wächst nicht einmal mehr das Gras. Luterbachs Pascal Schwaller unterlief ein Fehler: Er stand beim Freistoss von Tobias Stucki etwas zu weit vor dem Tor und der Ball senkte sich hinter ihm unter die Latte. «Ich muss das 1:1 auf meine Kappe nehmen», sagte Schwaller am Schluss, «ich war total bedrückt, weil ich dachte, dass mein Fehler der Mannschaft den Sieg kosten würde.»

Noch schlimmer war das Schicksal, das seinen Gegenüber Vodola ereilte. Mit einer Serie von Glanzparaden, als zum Beispiel Zayas (70.) oder Yildiz (78.) alleine auf ihn losziehen konnten, und auch als André Zimmermann (75.) einen seiner Gewaltschüsse abfeuerte, hielt er Dulliken im Spiel. In der 85. Minute warf er sich wagemutig dem anstürmenden Zimmermann vor die Füsse und verhinderte nochmals ein Tor - verletzte sich aber dabei. Verteidiger Steve Renggli stand für die letzten Minuten zwischen die Pfosten. Beinahe wäre das gutgegangen.

In der 94. Minute köpfte Franco Buldo den Ball fast ins eigene Tor, der Eckball brachte ein wildes Gestocher vor dem Dulliker Tor und Halil Sahin drückte den Ball zum 2:1 für Luterbach über die Linie. «Das war die bisher schlechteste Leistung meiner Mannschaft und ein glücklicher Sieg», sagte Luterbach-Trainer Slobodan Banjalic. «Nächste Woche müssen die Spieler wieder konzentrierter trainieren, sonst werden wir gegen Seefeld keine Chance haben.»

Denn es ist schon seltsam: Vier Siege aus fünf Spielen unter Banjalic reichten Luterbach nur gerade, um vier Punkte Rückstand auf Wettingen aufzuholen. In allen anderen Gruppen der 2. Liga inter würden die 31 Punkte bereits die Rettung bedeuten. Aber wegen der schlechten Tordifferenz bleiben die Wasserämter auch vor der letzten Runde auf einem Abstiegsplatz. Die tolle Serie muss also am nächsten Samstag in Zürich gegen Seefeld (16 Uhr) weitergehen, in der Hoffnung, dass Schöftland oder Wettingen nicht gewinnen, oder dann vielleicht Freienbach verliert.

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