Der Spitzenkampf zwischen den GCK Lions und dem EHC Olten verlangte nach einem torlosen, aber dennoch attraktiven Schlussabschnitt und einem 3:3-Zwischenstand nach einer Verlängerung. Die Powermäuse – sie gaben an diesem Abend mehrheitlich das Spieldiktat vor – konnten in der Overtime bald einmal mit einem Mann mehr agieren.

Die Zweiminutenstrafe von Luca Camperchioli war fast abgelaufen, als Remo Hirt seinen Sturmpartner Diego Schwarzenbach perfekt bediente. Die Nummer 72 fackelte nicht lange und markierte den Siegtreffer. Damit bescherte Schwarzenbach seinem Team den vierten Sieg in Folge.

Eigentor der Junglöwen

«Natürlich sind wir froh, dass wir das Spiel noch gewinnen konnten, denn alle drei Gegentreffer waren eigentlich Geschenke unsererseits», so der Thaler nach der Partie. Tatsächlich war im Mittelabschnitt Bescherung angesagt: In der 25. Minute tanzte Shayne Wiebe seinen Gegenspieler mit einer wunderbaren Schusstäuschung aus. Danach wollte er die Scheibe zu seinem Sturmpartner passen. Sie prallte jedoch einem Junglöwen an den Schlittschuh und kullerte ins Tor. Das Eigentor war bereits das zweite Geschenk der Zürcher an diesem Abend.

Danach revanchierten sich die Oltner und sorgten ihrerseits für ein Geschenk. Fabian Ganz wollte hinter dem eigenen Tor einen Konter lancieren, traf aber den Puck nicht. Die Junglöwen schnappten sich diesen und Brand schloss zum 2:2 ab. Der Treffer kam zum Frust der Oltner Fans völlig entgegen dem Spielverlauf zustande. Denn eigentlich waren die Gastgeber dominierend.

Kanadischer Wirbel

Es kam in der Folge noch ärgerlicher für den EHCO. Die Powermäuse kreierten nach dem 2:2-Anschluss der Zürcher Torchance um Torchance. Die beste davon vergab Marolf, der einen Abpraller anstatt ins offen stehende Tor an den Pfosten setzte. Kurz darauf kamen die Löwen ihrerseits zu einem einzigen Konter und gingen sogleich 3:2 in Führung. Wie frustrierend dieser Gegentreffer aus heiterem Himmel kam, demonstrierte EHCO-Verteidiger Patrick Parati. Er hämmerte seinen Stock derart wuchtig aufs Eis, dass dieser zu Bruch ging.

Die Besänftigung folgte jedoch nur wenige Minuten später: Mit einem prächtigen Sonntagstreffer – produziert von Schwarzenbach und Wiebe – sorgten die Powermäuse neun Sekunden vor Ablauf des Mitteldrittels für die 3:3-Resultatkorrektur. Das zweite Tor für den Kanadier Shayne Wiebe an diesem Abend – das Eigentor des GCK-Spielers wurde auch ihm gut geschrieben – war das i-Tüpfelchen auf einer ganz starken Performance des jungen Kanadiers. Der Center wirbelte im gegnerischen Drittel und sorgte so immer wieder für viel Unruhe in der Zürcher Defensive.

Malgin trifft für die Lions

Begonnen hat das Spitzenspiel für die Oltner übrigens mit einer eiskalten Dusche: Nach gerade mal 79 Sekunden leisteten die Kanadier Alex Nikiforuk und Alexandre Tremblay die Vorarbeit, bevor der gerade mal 16-jährige Denis Malgin – der jüngste Spross des langjährigen russischen EHCO-Stürmers Albert Malgin – die Scheibe souverän im Kasten von Keeper Thomas Bäumle versorgte. In der Folge waren die Gastgeber am Drücker, wobei sie dreimal eine Unterzahl zu überstehen hatten.

Nach 18 Minuten kam Olten dank eines grosszügigen Geschenks vonseiten der Zürcher zum ersehnten Ausgleich: Ein GCK-Verteidiger spielte im eigenen Drittel die Scheibe direkt zu Raffael Lüthi, der vor dem Tor der Junglöwen postiert war. Der Hüne in den Reihen der Powermäuse liess sich diese Chance nicht nehmen und erzielte das 1:1.