Unihockey
Ein Feuerwerk beim Charaktertest im Zuchwiler Sportzentrum

Achtung, fertig, los. Wiler-Ersigen und die Grasshoppers zündeten zum Auftakt ins neue Jahr ein verspätetes Silvesterfeuerwerk: Schön für Wiler, das mit einem einem 12:7-Sieg in die «NHL-Woche» gestartet ist.

Daniel Weissenbrunner
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Der fliegende Schwede mit dem Schuss Genialität: Topskorer Isaac Rosén steuerte fünf Skorerpunkte zum Erfolg bei.

Der fliegende Schwede mit dem Schuss Genialität: Topskorer Isaac Rosén steuerte fünf Skorerpunkte zum Erfolg bei.

Marcel Bieri

Abtasten Fehlanzeige, taktische Disziplin zu Beginn ebenfalls. Neun Tore leuchteten am Ende des ersten Drittels von der Anzeigetafel im Sportzentrum Zuchwil. Vier für die Platzherren von Wiler-Ersigen, fünf für GC. Ungewöhnlich für ein Spiel, bei dem es kurz vor den Playoffs um die Rangordnung an der Tabellenspitze geht. «Da waren wir teilweise noch in den Ferien», kritisierte Johan Schönbeck die Gegentorflut seines Teams.

Erfreulich für den Wiler-Trainer: Den angeschlagenen Rhythmus vermochten die Zürcher in der Folge nicht mehr mitzugehen. Schönbecks Mannen dominierten ab dem zweiten Drittel ihren Widersacher und sicherten sich mit dem Erfolg mindestens den zweiten Platz. Die Frage nach dem Qualifikationssieger dürfte sich am Donnerstag in der Partie gegen Leader Tigers Langnau klären.

Ausländer überragend

Die Trainingsdosis, die Schönbeck seinen Spielern über die Festtage verabreichte, hat offensichtlich gewirkt. Die Akteure absolvierten ihre Einheiten mehrheitlich individuell, mit Schwerpunkt Physis. Zwei Spielern schien der Meisterschaftsunterbruch besonders gut zu bekommen. Tatu Väänänen und Isaac Rosén verbrachten die Feiertage bei ihren Familien in ihrer Heimat. Aus dem hohen Norden kehrten sie mit einem zusätzlichen Schuss Genialität und Kreativität im Gepäck zurück. Der Finne und der Schwede spielten die Zürcher teilweise schwindelig. Sie hielten das Gefüge zusammen, als die Partie während einer langen Unterzahlsituation zu kippen drohte. Für ihre Darbietung erhielten sie von den Rängen Szenenapplaus.

Rosén erstaunlich

Erstaunlich war vor allem die Leistung von Isaac Rosén. Der 27-Jährige laborierte seit Wochen an einem hartnäckigen Virus. Trotzdem verliess er im Duell mit Nico Scalvinoni, dem Topskorer der Grasshoppers und der NLA, das Feld als klarer Sieger. Während der Schwede weitere fünf Skorerpunkte auf sein Konto scheffelte, kassierte der frustrierte Scalvinoni eine zehnminütige Disziplinarstrafe.

Zeit, sich auf dem Erfolg auszuruhen, bleiben Rosén und seinen Kollegen nicht. Mit vier Spielen in acht Tagen wartet ein eigentliches NHL-Programm, mit der Reifeprüfung am Sonntag im Cup-Halbfinal gegen Meister Malans. Den ersten Charkatertest haben die Wiler bestanden.