Ein einziger Fehler war einer zu viel

Luterbach verliert trotzt starker Defensivarbeit gegen ein starkes Höngg mit 0:3 Fussball

Hans Peter Schläfli
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Trotz grossem Einsatz holten die Luterbacher, im Bild Adis Kesedcic (r.), den möglichen Punkt nicht. HPS

Trotz grossem Einsatz holten die Luterbacher, im Bild Adis Kesedcic (r.), den möglichen Punkt nicht. HPS

Solothurner Zeitung

Steter Tropfen höhlt den Stein – so kann der Match in der 2. Liga inter zwischen Luterbach und Höngg zusammengefasst werden. Die starken Zürcher bestimmten das Geschehen und machten Druck, die Solothurner hielten mit konzentrierter Defensivarbeit gut dagegen. In der Schlussphase zeigte der konstante Druck aber Wirkung: Ein individueller Fehler ermöglichte es Höngg, in der 79. Minute in Führung zu gehen. Der Damm war gebrochen, am Ende verlor Luterbach 0:3.

Luterbach mit starker Verteidigung

Die Rollen waren von der ersten Minute an klar verteilt: Aufstiegsanwärter Höngg bestimmte das Spiel und machte Druck, Luterbach hielt mit guter Organisation dagegen und hoffte auf Konterangriffe. Obwohl die Gäste aus Zürich der erwartet starke Gegner waren, kamen sie so nur selten zu Torchancen. In der 22. Minute hatte Luterbach allerdings erstmals Glück, als ein Kopfball von Dössegger die Latte streifte, und wenig später rettete Goalie Schwaller mit einer Glanzparade. Nennenswerte Torchancen für die Platzherren waren dagegen keine zu notieren. Mit ihren Kontern konnten sie nur selten bis in den Strafraum der Gäste vorstossen.

In der 55. Minute schien Höngg in Führung zu gehen. Aber der Linienrichter sah nicht, dass der bereits geschlagene Goalie Schwaller mitten im Getümmel vor dem Luterbacher Tor den Ball deutlich hinter der Linie hervorholte. Je länger der Match dauerte, umso mehr machte es deshalb den Anschein, als ob Luterbach das 0:0 mit Glück über die Zeit schaukeln könnten.

Doch dann wechselte Höngg seinen Matchwinner Christian Frutiger ein. Dieser profitierte vom einzigen schweren Fehler der Luterbacher Defensive. FCL-Captain Kesedzic missriet eine Kopfabwehr, Frutiger stand plötzlich mit dem Ball am Fuss alleine vor Goalie Schwaller, und der Joker verwertete in der 79. Minute kaltblütig zum 0:1.

Entscheidende Fehler

Als Luterbach seine Abwehr öffnen musste, konnte Höngg seine Klasse ausspielen. Zuerst traf Frutiger den Pfosten, aber in den Schlussminuten erzielte er dann noch zwei weitere Tore zum 0:3-Schlussresultat. «Schade für uns, denn es fehlte nicht mehr viel Zeit und wir hätten einen Punkt gewonnen», sagte Luterbachs Präsident Lorenz Schwaller. «Aber wenn wir ehrlich sind, dann hat Höngg absolut verdient gewonnen.»