Schweizer Cup

Ein Cupspiel nach neunmonatiger Wettkampfpause: Mit einer Zusatzschlaufe zurück in den Ernstkampf-Modus

Daniel Mzee will sich beim FC Solothurn schnell als Stammspieler etablieren.

Daniel Mzee will sich beim FC Solothurn schnell als Stammspieler etablieren.

Neuzuzug Daniel Mzee und der FC Solothurn spielen am Samstag (16 Uhr) in Zug um den Einzug in die 1. Hauptrunde des Schweizer Cups. Erst in der 2. Hauptrunde winken Profi-Gegner.

Der FC Solothurn bestreitet beim heutigen Cupspiel in Zug (Anpfiff: 16 Uhr) den ersten Ernstkampf seit knapp neun Monaten. Vor der Winterpause und dem Corona-bedingten Abbruch der Meisterschaft war es letztmals am 14. November 2019 im Nachtragsspiel in Langenthal um etwas gegangen.

Eine Woche vor dem Start der neuen Saison 2020/21 macht heute Samstag eine Zusatzschlaufe den Pflichtspielauftakt im Jahr 2020. Denn: Wegen der zahlreichen Terminkonflikte im Zuge der Coronakrise wurde der Ablauf des Schweizer Cups für diese Saison angepasst und die qualifizierten Erstligisten müssen erst eine Vorausscheidung für die erste Hauptrunde bestreiten.

Mit einem Sieg in Zug stünde der FC Solothurn direkt in der 1. Hauptrunde, die noch ohne die Klubs aus der Super League und der Challenge League gespielt wird. Bei den Rotweissen mit an Bord ist Daniel «Dubi» Mzee. Der linke Aussenvertei­diger hat von Langenthal nach Solothurn gewechselt.

«Mein Vertrag ist ausgelaufen. Ich hatte das Gefühl, ich brauche nach diesen drei Jahren eine neue Herausforderung und habe nach etwas Ambitionierterem gesucht. Deshalb habe ich Kontakt zum Solothurner Sportchef Hans-Peter ‹Bidu› Zaugg aufgenommen. Weil ich in deren Anforderungsprofil (Captain Marc Du Buisson galt es nach dessen Rücktritt zu ersetzen, Anmerkung Red.) perfekt gepasst habe, haben wir uns schnell gefunden», erklärt der 23-Jährige seinen Wechsel.

Trotz seiner Jugendlichkeit bringt der schweizerisch-kenianische Doppelbürger die Erfahrung von 80 Erstliga-Spielen (28 mit YB U21 und 52 mit Langenthal) sowie drei Promotion League-Einsätzen (Köniz) mit.

Erst in der zweiten Hauptrunde winkt ein Profi-Gegner

Aufgewachsen ist Mzee in Bützberg. Im kenianischen Mombasa geboren, kam er als Dreijähriger mit seiner Mutter zum Stiefvater in den Oberaargau. Dort trat er als Junior dem FC bei und stiess als 11-Jähriger zur U12 von Langenthal. Von YB entdeckt, absolvierte Mzee ab der Saison 2012/13 bis und mit 2016/17 die U16 bis U21-Stufen bei den Bernern.

Nach seinem kurzem Intermezzo bei Köniz wurde der 1,74-m-Mann ab dem 20. September 2017 bei Langenthal zum Stammspieler. Dasselbe will er auch bei den Ambassadoren werden, um seinem langjährigen Vorgänger Du Buisson nahtlos zu folgen.

Während sein neun Jahre älterer Bruder Denis in Mombasa lebt, zog Mzee vor drei Jahren nach dem Tod seines Stiefvaters mit seiner Mutter nach Bern. Nebst einem 20-Prozent-Job als Sachbearbeiter bei einem Versicherungsbroker bereitet er sich auf die Berufsmatur vor. Sein Ziel ist es, über ein Wirtschaftspsychologie-Studium in der Berufswelt Fuss zu fassen.

Erstmals in seiner Karriere gibts Fans bei Testspielen

In Solothurn wurde Mzee sehr gut aufgenommen und integriert. «Mir sind die gute Infrastruktur, die Professionalität und die gute Organisation aufgefallen sowie der Rückhalt durch Präsident und Vorstand», rühmt er sein neues sportliches Umfeld.

Und er ergänzt: «Ich habe es noch nie gehabt, dass die Fans auch zu den Vorbe­reitungsspielen kommen, das ist sehr eindrücklich und nicht selbstverständlich.» Die intensive Vorbereitungsphase bereitete ihm keine Mühe. «Diese hat es gebraucht nach der langen Pause, denn wir hatten den Rhythmus nicht mehr, dieser hat uns gefehlt», stellt Mzee fest. Und: «Wir sind bereit, denn wir haben in den Tests gesehen, dass wir auch gegen PL-Klubs mithalten können».

Der Anreiz für einen erfolgreichen Start ist für Mzee gegeben: «Es ist interessant für die Jungen, zu denen ich mich auch zähle, denn Zug ist schlagbar und die Chance gross, in der zweiten Hauptrunde einen attraktiven Profi-Klub zugelost zu erhalten.»

Meistgesehen

Artboard 1