Am vergangenen Samstag krönte der SV Wiler-Ersigen eine ganz starke Unihockey-Saison mit dem Gewinn des Superfinals. Es war dies bereits der elfte Meistertitel in der Vereinsgeschichte. Doch nicht nur das Fanionteam brillierte 2016/17, der SV Wiler-Ersigen erlebte eine Erfolgssaison auf der ganzen Linie.

So sicherte sich Wiler-Ersigen auch in den höchsten beiden Nachwuchsstufen, bei den U18- und den U21-Junioren, den Schweizer-Meister-Titel. Zusätzlich standen auch die U14- und die 1.-Liga-Kleinfeld-Equipe im Endspiel, mussten sich aber jeweils knapp in der Verlängerung beugen.

Von hoher Zuschauerzahl überrascht

«Einfach bombastisch», lautet das Saisonfazit vom strahlenden Wiler-Ersigen-Präsident Reto Luginbühl. Er erhofft sich durch diesen durchschlagenden Erfolg vor allem positive Auswirkungen für die Sportart Unihockey allgemein, und den SVWE im Speziellen.

Sei es bezüglich des Zulaufs im Juniorenbereich oder auch hinsichtlich des Sponsorings: «Der soeben unterschriebene Vertrag zwischen Swiss Unihockey und dem Schweizer Fernsehen über einen Ausbau der Liveübertragungen vom Superfinal schon auf die Playoff-Serien ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung.»

Der Superfinal der Männer fand vor ausverkauftem Haus statt.

Der Superfinal der Männer fand vor ausverkauftem Haus statt.

Die publizierten Zahlen von SRF bezüglich Superfinal sind erfreulich. Den Männer-Superfinal vor ausverkauftem Haus (8011 Fans) in der Swiss Arena in Kloten verfolgten auf SRF 2 in der Spitze (Verlängerung und Penaltyschiessen) 219 000 Zuschauer mit. Dies ist der beste Wert, den eine Unihockey-Übertragung jemals erreicht hat, und beispielsweise immerhin die Hälfte an Zuschauern, welche eine Woche zuvor den Eishockey-Playoff-Final zwischen dem SCB und dem EV Zug anschauten (460 000). Diese Zahlen überraschen sogar alle Experten und deuten das Potenzial von Unihockey als spektakulärer Sport für das TV-Format an.

Leistungs- und Breitensport vereint

Wiler-Ersigen stand in den vergangenen Jahren nicht gerade für wenig sportlichen Erfolg, doch die abgelaufene Saison hat alles Bisherige noch einmal getoppt. Mit fünf Teams stand der SVWE in Finals, die drei bedeutendsten wurden gewonnen, «wobei der Triumph am Superfinal sicherlich die Krönung war», hält Reto Luginbühl fest, der in seinem zweiten Präsidialjahr bereits die Titel Nummer 3 bis 5 feiern konnte.

Der Superfinal sei auch aus vereinsinterner Sicht ein Highlight gewesen, weil er den gesamten Klub und das Umfeld mobilisieren konnte. «Die Unterstützung war von allen Seiten grossartig, das hat uns als Verein sicherlich noch enger zusammengeschweisst.» Die Entladung des Spannungsfelds Leistungssport gegen Breitensport hatte Luginbühl bei seinem Amtsantritt zu einem der wichtigsten Vorhaben ausgerufen.

Präsident Reto Luginbühl mit dem finnischen SVWE-Captain Tatu Väänänen.

Präsident Reto Luginbühl mit dem finnischen SVWE-Captain Tatu Väänänen.

«Ich glaube, wir sind da schon sehr weit gekommen», resümiert er. «Insbesondere die Reaktivierung der Aktivteams im Kleinfeld ist gelungen. Das 1.-Liga-Team erreichte auf Anhieb den Final, die dritte Mannschaft feierte den Aufstieg in die 2. Liga.» Aber auch die gute Resonanz auf das regelmässige Treffen der Ehemaligen im «History-Club» sowie der Erfolg am jährlichen Kids-Day seien bedeutsam.

Akademie und Thomas Berger

Im Juniorenbereich habe man mit der Lancierung der Akademie und dem Aufbau des regionalen Leistungszentrums einen grossen Schritt vorwärtsgemacht. Dazu Luginbühl: «Die Titel bei den U21- und den U18-Junioren sind durchaus mit den besseren Trainingsmöglichkeiten für die Talente in Verbindung zu bringen.»

Als weiteren Schlüssel für die triumphale Saison sieht Luginbühl die Rückkehr von Trainer Thomas Berger, der einiges bewegt und die Vorgabe mit der Einleitung des Umbruchs am Ende buchstäblich meisterlich ausgeführt habe. Nicht nur Berger, sondern «auch ganz viele andere Personen» hätten in dieser Saison Ausserordentliches für den Verein geleistet, «nur so sind solche grossartigen Erfolge möglich», spricht der SVWE-Präsident seinen grossen Dank aus.

Gefeiert wird die Erfolgssaison am Samstag, 13. Mai in Kirchberg mit dem Vereinsturnier in der Grossmatthalle und abends mit dem Vereinsabend im Saalbau, wo auch die Behördenvertreter ihre Grussbotschaft überreichen werden.