Basketball
Ein Auftakt nach Mass für den BC Solothurn

Mit zwei Siegen ist dem BC Solothurn der Start in die 1.-Liga-Saison 2012/13 geglückt. Dem samstäglichen 66:58-Auswärtserfolg bei Star Gordola folgte zuletzt im ersten Heimspiel gegen Alstom Baden ein 97:50-Kantersieg.

Pius Rüegger
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Badens Patrick Baumgarten konnte den Solothurner Philipp Meyer nicht bremsen.

Badens Patrick Baumgarten konnte den Solothurner Philipp Meyer nicht bremsen.

Hans Peter Schläfli

Die mit nur acht Akteuren angetretenen Aargauer waren nicht der erwartete Gradmesser. «Es war ein einseitiges, nicht sehr intensives Spiel, in dem wir solide agierten», fasste Solothurns Captain Nicolas Kofmel zusammen. Einzig in den ersten Minuten gerieten die Einheimischen 0:5 und 4:9 in Rücklage.

Nachdem Knecht mit vier Punkten sein Team auf 8:9 heranführte, setzte nach dem erstmaligen Einsatz des 43-jährigen Ex-Profis Michael Polite in der fünften Minute der Umschwung ein. «Er ist nicht mehr der Schnellste, aber mit seiner Erfahrung bringt er der Mannschaft viel», sagte Kofmel zur Neuakquisition. Der Schweizer mit US-amerikanischen Wurzeln war vor 15 Jahren Topskorer bei Lugano, Fribourg Olympic, in Spanien und spielte für die Schweizer Nationalmannschaft. Letzte Saison verstärkte er Aarau in der NLB. Gegen die in der Körpergrösse und physischen Präsenz klar unterlegenen Gäste bauten die Solothurner ihren Vorsprung bis zum Schlussviertel kontinuierlich aus. «Wir hätten ruhig einen Gang höher schalten können», bemerkte Kofmel.

Nach dem nicht zu erwartenden Sieg bei der letztjährigen «Endstation» im Playoff-Viertelfinal Star Gordola – Kofmel sagt, «die Tessiner haben ihre Mannschaft stark verjüngt und neu zusammengesetzt», wussten die Ambassadoren nicht, was sie im zweiten Spiel erwarten würde. Nach der Angewöhnungsphase liessen die von Samir Moumene gecoachten Platzherren in der Folge nichts mehr anbrennen. Moumene seinerseits beansprucht übrigens eine Linie in der Spielerliste. Dies damit er mangels Trainerlizenz auf der Spielerbank Platz nehmen darf. Deshalb musste sich der von Bern zugezogene Sri Lanki Ravi Sinathamby das Spiel als Überzähliger von aussen ansehen.

Es geht Schlag auf Schlag

Nach dem 46-Punkte-Vorsprung nach dreissig Spielminuten liess im vierten Viertel die Konzentration bei den Einheimischen nach. Flüchtigkeitsfehler führten demzufolge zum knappen 17:16-Teilergebnis im letzten Abschnitt. «Wir sollten die Konzentration aufrechterhalten, aber da wir gegenwärtig nicht viel trainieren können, haben wir experimentiert», erklärte Captain Nicolas Kofmel. Denn Ernstkämpfe folgen nun Schlag auf Schlag: Morgen Freitag im Cup bei Zweitligist Delsberg und am kommenden Sonntag im zweiten Heimspiel gegen SAM Basket Massagno. «Die Tessiner werden stärker und aggressiver sein als unser letzter Gegner. Wir werden uns also deutlich steigern müssen», blickt der mit der notwendigen Trainerlizenz ausgestattete Kofmel nach vorne.

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