Radsport
Ein Aufgalopp ennet der Grenze: Manuel Fasnacht und das Finden seiner Form

Der Gretzenbacher startet nach einer langen Rennpause wieder in die Saison und will mit einem ersten guten Ergebnis die Saison lancieren. Das Rennen von Bad Säckingen gehört zum ersten Mal zum Europacup – und zur MTB-Bundesliga.

Michael Forster
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In Lauerstellung: Manuel Fasnacht hofft auf einen Exploit.

In Lauerstellung: Manuel Fasnacht hofft auf einen Exploit.

KEYSTONE

So richtig los geht die Saison 2013 für Manuel Fasnacht zwar erst mit dem ersten Lauf zum BCM Racing Cup vom nächsten Sonntag in Schaan (FL), und doch soll bereits der morgige Einsatz in Bad Säckingen erste Aufschlüsse über den Formstand des 18-jährigen Niederämters geben.

Das Rennen im Grenzort zählt nicht nur zur MTB-Bundesliga, sondern auch zum erstmals ausgetragenen Europacup, welcher weitere Rennen vor allem in Österreich umfasst. Fasnacht: «Deshalb erwarte ich eine relativ gute Besetzung mit Schweizern, aber auch starken ausländischen Fahrern.» Voll auf den Europacup setzen will er aber nicht. «Es ist etwas Neues, mal schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Vielleicht werde ich mich im nächsten Jahr darauf konzentrieren.»

Nachdem bereits das erste Jahr als Junior noch besser verlief, als geplant, sind die Erwartungen für diese Saison nicht kleiner geworden. Zieht man die Resultate aus dem 2012 zurate, so steigt der Gretzenbacher als einer der Stärksten des älteren Jahrgangs in die Saison der Junioren. Zudem verlief die Vorbereitung optimal, Fasnacht konnte die Einheiten wie geplant durchziehen.

Nach dem Aufenthalt mit der Nationalmannschaft in Davos im Dezember folgten das längere Trainingslager in Südafrika im Januar sowie jenes in Mallorca, ehe er letzte Woche mit dem Team (und dem eigenen Trainer) in der Toskana den letzten Schliff für die bevorstehende Saison holte.

Und doch bleibt, so kurz vor dem Start, die Ungewissheit, wie es tatsächlich um die eigene Form steht. Hat man tatsächlich alles richtig gemacht und sich gegenüber der letzten Saison erneut steigern können? Ja – geht es nach den Werten aus den Leistungstests, hofft Fasnacht. Der morgige Einsatz in Bad Säckingen wird aber, nicht nur für den WM-10. des Vorjahrs, ein Herantasten. «Ich fühle mich wirklich fit, hatte aber eine sehr lange Rennpause – wir werden sehen.»

Spannende und gut besetzte Rennen werden vor allem auch in den Elite-Kategorien erwartet. Bei den Frauen trifft die Namensgeberin des Anlasses, Sabine Spitz, beispielsweise auf die zweifache Weltmeisterin Irina Kalentieva oder die Olympia-Sechste Alexandra Engen aus Schweden. Bei den Männern bekommt es der Olympia-Dritte von London, Marco Fontana, mit den Schweizern Fabian Giger (Weltranglistenvierter), Mathias Flückiger und Thomas Litscher zu tun. Am Start ist zudem Europameister Moritz Milatz.

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