Über seinen Sommer:

«Ich hatte genügend Zeit, meinen Plan zu kreieren. Als ich Olten im April verlassen habe, war ich schon etwas nervös. Gleichzeitig hatte ich ein gutes Gefühl, weil wir in den Final gekommen sind. Das gute Ende der letzten Saison hat mir sicher geholfen. Jetzt geht es darum, diese Arbeit auf eine gute Art und Weise zu bestätigen.»

Über seine neue Rolle:

«Im Unterschied zu vorher bin ich jetzt der Mann, der die Kontrolle hat. Mein Charakter ist aber derselbe geblieben. Vor allem meine Zugänglichkeit. Nur weil ich jetzt Head- und nicht mehr Assistenzcoach bin, bin ich kein anderer Mensch geworden.»

Über seine Stärken:

«Den Umgang mit den Spielern würde ich als meine grosse Stärke bezeichnen. Meine Bodenständigkeit. Ja, ich bin dein Vorgesetzter. Aber ich will, dass du jederzeit bei mir anklopfen und mit mir reden kannst. Nicht nur über Dinge, die das Eishockey betreffen. Ich will mit den Spielern zusammen in die Schlacht ziehen. Ich möchte spüren, wie sie sich fühlen. Wenn ich hart bin zu einem Spieler, dann hat das einen Grund. Deswegen mag ich ihn immer noch.»

Über hohe Erwartungen:

«In Olten zu coachen, ist ein wenig wie Real Madrid zu coachen. (lacht) Die Leute erwarten Siege, erwarten Erfolg. Sie wollen ein gutes Produkt sehen. Auch ich will Erfolg. Ich will wirklich gut sein bei dem, was ich tue. Das war schon als Spieler so. Ich plane, Erfolg zu haben. Ich glaube nicht, dass ich das hier verpfuschen werde. Wir wollen das beste Team der Swiss League sein. Wir wollen aufsteigen.»

Über sein breites Kader:

«Ich verlange diese Erwartungshaltung auch bei meinen Spielern. Wir haben einen grossen Kader mit 27 Spielern. Wer also seine Leistung nicht bringt, der muss, auch wenn ich ihn noch so schätze, damit rechnen, dass ein anderer Spieler zum Zug kommt. Jeder Spieler muss sich bewusst sein, dass er hier eine grosse Chance hat. Wie oft hat man in seiner Karriere die Möglichkeit, in einem Team mitzuspielen, das die Chance hat, den Titel zu gewinnen? Jeder Spieler muss sich fragen: Was ist für mich wichtiger? So viele Tore wie möglich erzielen? So viel Eiszeit wie möglich zu erhalten? Oder den Titel zu gewinnen?»

Über die Stärke des Teams:

«Die breit verteilte Qualität ist unsere grösste Stärke. Wir haben schon vor und während der letzten Saison extrem gute Transfers gemacht, nun sind gezielte Verstärkungen dazugekommen. Man kann die Liga nicht nur mit zwei guten Ausländern gewinnen. Wir haben viel Leadership in der Mannschaft. Und das hilft gerade in diesen engen, schwierigen Spielen. Spieler, die die Mannschaft zusammenhalten mit ihrem Einsatz, ihrer Opferbereitschaft. Dann unsere Torhüter: Wunderbar! Ein Luxus!»

Über die Oltner Mentalität:

«Das Oltner Publikum erwartet vor allem harte Arbeit, eine gesunde Arbeitseinstellung. Ganz einfach, dass man als Spieler auf dem Eis alles gibt. Olten ist nicht Zürich. Goldkettchen, Ferraris und coole Kopfhörer interessieren hier niemanden. Man will harte, ehrliche Arbeit sehen, dass sich die Spieler für diesen Klub zerreissen. Und das predige ich. Stichwort Leistungskultur. Wenn man das aufs Eis bringt, dann wird sich hier niemand beklagen. Es gibt Coaches, die lesen Zeitung, die hören auf die Gespräche auf der Strasse. Ich blende diese Geräusche aus. Ich mache einfach meinen Job. Ich mag es, arbeiten zu gehen, die Arbeit zu verrichten, wie ich es kann und so gut wie möglich. Alles andere ist mir – pardon – scheissegal.»

Über Vorbild Rapperswil:

«Wir wollen so wie sie sein in der letzten Saison. Wir wollen diese Rauchfahne hinter uns haben, wo immer wir auftauchen. Der Gegner soll sich bewusst sein, dass er einen schwierigen Abend vor sich hat, wenn er gegen uns spielt. Wir können uns nicht nur auf unser Talent verlassen. Rappi ist in der letzten Saison in jedem Spiel zur Arbeit erschienen und hat den Job erledigt. Sie hatten diese Mentalität. Das hat in Olten manchmal vielleicht etwas gefehlt. Rappi ist es gelungen, dass die Spieler ihre Egos und ihren Stolz verstaut und alle für das eine, grosse Ziel gearbeitet haben.

Über die neuen Ausländer:

«Der erste Eindruck ist grossartig. Sie sind sehr gut zu coachen. Ich freue mich, mit ihren Talenten zu arbeiten. Ich muss mich auch nicht darum kümmern, dass sie sich akklimatisieren müssen. Der Wechsel nach Europa ist nicht immer einfach. Sie wollen sich integrieren, sind interessiert und vor allem selbstständig. Man muss sie nicht an den Händen nehmen.»