Eishockey
EHCO-Stürmer Remo Hirt gibt sein Comeback: «Es wäre super, mit einem Sieg einsteigen zu können»

Seit dem Jahr 2005 spielt Remo Hirt für den EHC Olten. Seine 13. Saison verlief bis jetzt äusserst unglücklich: Hirt verpasste 31 von 42 Spielen. Jetzt gibt er heute Abend gegen Langenthal nach einer langwierigen Verletzung sein Comeback.

Raphael Wermelinger
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EHCO-Stürmer Remo Hirt gibt gegen Langenthal sein Comeback

EHCO-Stürmer Remo Hirt gibt gegen Langenthal sein Comeback

Freshfocus

Remo Hirt absolviert aktuell bereits die 13. Saison im Dress des EHC Olten. Damit ist der ehemalige Elite-Junior des SC Bern bei den Oltnern hinter Eigengewächs Cyrill Aeschlimann der Spieler, welcher am längsten dabei ist. Kam der 32-Jährige in den letzten zwölf Jahren jeweils ohne grössere Blessuren durch die Meisterschaft, hat ihn die Verletzungshexe in der laufenden Saison gleich doppelt erwischt.

Der Start in seine 13. Saison verlief indes vielversprechend für den Flügelstürmer. Der EHCO gewann sieben der ersten zehn Spiele. Remo Hirt, welcher 2013/14 mit 44 Skorerpunkten seine bisher produktivste Saison hatte, verbuchte dabei vier Tore und drei Assists.

Gegen den HC Thurgau am fünften Spieltag und gegen den EHC Winterthur in der achten Runde lief Hirt sogar im Dress des Topskorers auf. «Es ist natürlich ein schönes Gefühl, wenn es dir persönlich gut läuft. Und dem Team lief es in der Startphase der Saison ja auch gut», kann sich Hirt erinnern, obschon diese Spiele beinahe vier Monate zurückliegen.

EHCO-Stürmer Remo Hirt

EHCO-Stürmer Remo Hirt

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Ein Kurz-Comeback im Dezember

Mitte Oktober wurde Remo Hirts Lauf jäh gebremst. Er verletzte sich im Spiel gegen die EVZ Academy am Unterkörper. Als Folge des Zusammenpralls mit einem Gegenspieler musste Oltens Nummer 37 für die nächsten zwei Monate pausieren.

Am 19. Dezember feierte Hirt bei der 4:6-Niederlage gegen La Chaux-de-Fonds seine Rückkehr, doch drei Tage später kams im Training zu einem Rückfall aufgrund einer praktisch identischen Verletzung. Wollte er es zu früh wieder wissen?

«Nein, ich habe es sicher nicht zu früh riskiert. Es ist einfach dumm gelaufen», stellt Hirt klar. «Zum Glück bin ich in den letzten Jahren eigentlich immer verschont geblieben. Jetzt hat es mich leider gleich zweimal kurz hintereinander erwischt.»

Nach der neuerlichen Verletzung war Hirt in den letzten 14 Spielen wiederum zum Zuschauen verdammt. Obschon er in den vergangenen vier Monaten nur einen Match bestreiten konnte, habe er den Draht zum Team nicht verloren: «Ich hatte meine Therapie im Stadion, wenn das Team traininert hat. Und während den Matches war ich auch immer nahe dabei.»

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Remo Hirt jubelt über einen Treffer

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: Remo Hirt jubelt über einen Treffer

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Heute Abend ist er wieder mittendrin statt nur dabei. Gegen den Erzrivalen SC Langenthal wird Hirt sein zweites Comeback in dieser Saison geben. «Ich bin seit gut zwei Wochen wieder auf dem Eis und seit dieser Woche wieder mit vollem Körperkontakt im Training», sagt Hirt zu seinem momentanen Fitnessstand.

«Nach einer derart langen Verletzungspause brauche ich sicher noch ein bisschen Zeit, um wieder reinzukommen. Mir fehlt natürlich vor allem der Spielrhythmus.» Und trotzdem fühle er sich absolut bereit für das Derby: «Wenn ich nicht Vollgas geben könnte, würde ich noch nicht spielen.»

Optimaler Zeitpunkt für Rückkehr

Der Zeitpunkt für sein Comeback, vier Spiele vor dem Playoff-Start, sei optimal, so Hirt: «Ich bin guten Mutes für die beiden Spiele vom Wochenende. Die Stimmung im Team ist gut. Wir wissen, dass wir jetzt zusammenstehen und vier gute Spiele bis zu den Playoffs hinlegen müssen.» Einen Wunschgegner für ein Comeback gibt es in seinen Augen nicht.

Der SC Langenthal komme dem aber schon ziemlich nahe: «Es wird sehr viele Zuschauer haben im Stadion und wir treffen auf ein gutes Langenthal, das auf dem zweiten Platz klassiert ist. So macht es Spass.»

Nach dem heutigen Auftritt im Schoren wartet am Sonntag das Heimspiel gegen Visp. Zwei eminent wichtige Spiele, denn der EHC Olten liegt nur auf dem fünften Platz. «Wir müssen gegen zwei starke Gegner punkten. Schliesslich wollen wir unseren Platz unter den besten Vier zurückerobern.»

Um erfolgreich zu sein, müsse man in erster Linie als Team auftreten. «Wir müssen uns in der Offensive und in der Defensive taktisch gut verhalten. Gelingt uns das, dann werden auch die Resultate positiv ausfallen.»

Und wie malt sich Remo Hirt sein persönliches Comeback aus? «Logisch willst du als Spieler gute Aktionen zeigen. Doch in dieser Phase der Saison steht ganz klar das Team im Vordergrund. Es wäre super, wenn ich mit einem Sieg wieder einsteigen könnte.» Nicht nur für Hirt wird das siebte Derby der laufenden Meisterschaft – Langenthal führt in der Bilanz mit 4:2 – speziell.

Als Headcoach steht heute erstmals Chris Bartolone an der Bande. «Er bringt neuen Schwung. Das hat das Team gebraucht», sagt Remo Hirt. «Chris hat bereits ein paar taktische Sachen verändert, was man heute Abend hoffentlich auf dem Eis erkennen wird.»