Nichts wurde es für den EHC Zuchwil Regio aus dem ersten Sieg gegen die Dominatoren der 1.-Liga-Eishockey-Saison aus Hasle-Rüegsau. Der EHC Brandis gewann zum Abschluss der Masterround auch die vierte Begegnung gegen die Solothurner. Im Sportzentrum Zuchwil setzten sich die Emmentaler mit 7:4 durch. „Mir hat unser Spiel dennoch gut gefallen“, sagt Zuchu-Coach Manfred Reinhard. „Wir hatten eindeutig mehr positive als negative Momente.“ Freilich hätten seine Mannen primär in der Defensivzone den einen oder anderen falschen Entscheid getroffen. Und Solches führt im Eishockey eben flugs zum Gegentreffer. 

Gut mitgehalten

In der 21. Minute brachte Lukas Scherrer Zuchwil 3:1 in Führung. Die von SCB-Legende Andreas Beutler gecoachten Emmentaler, in ihrer Ehre gekränkt, schoben in der Folge ein „Brikett“ nach und gliche so prompt innert Kürze aus. Obgleich die Gastgeber verletzungs- und krankheitshalber auf fünf Stammspieler verzichten mussten, hielten sie den favorisierten Gegner lange in Schach. „Unser junger Goalie, Thibaud Sauthier, hat einmal mehr sehr gut gespielt“, hält Reinhard fest. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 4:4 ging Brandis in der 54. Minute abermals in Führung. Der sechste und entscheidende Treffer fiel "finalement" 46 Sekunden vor Schluss ins leere Tor. Der siebte 28 Sekunden danach, als die typische Vor-Playoff-Partie für die Protagonisten des Heimteams breits abgehackt war. Ein Tor aus der Kategorie geschenktes „Bettmümpfli“ für die Gäste.

Am Samstag geht’s los 

Am Samstag wartet nun in Wichtrach der EHC Wiki-Münsingen im Playoff-Viertelfinal auf Zuchwil Regio. Das erste Heimspiel für die Solothurner folgt dann am kommenden Dienstag (20.15, Sportzentrum). Die beiden Spiele anlässlich der Qualifikation hatte „Zuchu“ heuer gegen Wiki klar gewonnen (4:0 und 5:0). Die Matches zuletzt in der Masterround dagegen waren beide hart umkämpft. Zwei Mal behielten die Aaretaler das bessere Ende für sich (4:5 n.P. uind 3:4.).

Coach Manfred Reinhard ist dennoch guter Dinge, dass man gegen Wiki eine gute Chance, am Ende gut auszusehen. Selbst wen die bissigen Aaretaler Zuchwil in den Playoffs zuletzt zweimal gedemütigt hatten. Letzte Saison kickten die „Dragons“, zu denen auch ein bissiger Terrier im Logo gut passen würde, Zuchwil bereits im Viertelfinal mit 3:1-Siegen aus dem Rennen um den Meistertitel.  In der Saison 2013/14 setzte sich Wiki im Final mit 3:0-Siegen durch und holte sich so den Zentralschweizermeister-Titel. Für Spannung und Zündstoff ist in dieser spektakulären Serie also gesorgt. „Die Energie, die in der Mannschaft steckt, und die auch gegen Brandis zum Ausdruck kam, gefällt mir gut. Da liegt etwas drin...“, blickt Zuchwil-Trainer Manfred Reinhard der "heissen" Dinge, die da kommen entgegen.