Eishockey
EHC Zuchwil Regio spielt weiter aus einem Guss

1. Liga Die Solothurner gewannen die Begegnung mit Thun mit 3:1. Der Tabellenführer gibt sich damit in der Rückrunde nach wie vor keine Blösse.Marco Müller war an allenTreffern beteiligt.

Stefan Siegrist
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Matchwinner: Marco Müller (Mitte, mit Tobias Lüthi (l.) und Christian Reber) erzielt zwei Tore und bereitet eines vor.Marcel Bieri

Matchwinner: Marco Müller (Mitte, mit Tobias Lüthi (l.) und Christian Reber) erzielt zwei Tore und bereitet eines vor.Marcel Bieri

Marcel Bieri

Auch gegen starke Thuner bleibt der EHC Zuchwil Regio unbeeindruckt und dehnt seine Siegesserie weiter aus. Die Berner Oberländer machten es dem Leader aber wie erwartet schwer. Es ist nicht mehr das Thun der letzten Jahre, welches vergeblich ein anderes Team sucht, das die rote Laterne übernimmt.

Es hat sich viel getan bei den Thunern und mit Joel Reymondin haben sie einen der besten Akteure auf diesem Level. Dennoch reichte es gegen Zuchwil nicht aus. Denn die Solothurner haben beinahe nur Spieler vom Format von Reymondin im Kader. Und Trainer Stefan Gerber hat es geschafft, aus seinen exzellenten Einzelakteuren eine Einheit zu formen.

Dies spiegelte sich in der Auswärtspartie wider. Zuchwil war über weite Strecken die bessere Truppe und hat mit Simon Pfister einen absoluten Könner seines Fachs. Die neue Erfolgsformel Zuchwils liegt ganz klar in der Defensive. Fünf Treffer haben die Solothurner in den letzten sechs Partien nur kassiert. Kein Wunder gewinnen sie stets. Neben Pfister hat Zuchwil Regio in dieser Meisterschaft endlich genügend Verteidiger. In den letzten Jahren war man in der Abwehr immer knapp bestückt, jetzt hat Gerber die Auswahl zwischen acht starken Verteidigern.

Müller sorgt für die Differenz

Es war wieder einmal an der Zeit. Der wohl talentierteste Einzelakteur in den Reihen Zuchwils stach aus einem überzeugenden Kollektiv gegen Thun heraus: Marco Müller war an sämtlichen drei Toren beteiligt und sorgte somit für den Unterschied. Lange plagten ihn kleinere Verletzungen, nun scheint er seine Form allmählich zu finden.

Die Solothurner taten sich gegen gut stehende Gastgeber teilweise schwer und operierten auch viel zu kompliziert. Doch im Powerplay fanden die Gäste die Lücken und liefen nie Gefahr, die Partie nicht zu gewinnen. Am Schluss stand es 3:1 für Zuchwil, gemessen an den Spielanteilen völlig in Ordnung.

Nach dieser vergleichsweise leichteren Woche muss Trainer Gerber ab heute nicht mehr so viel mentale Arbeit leisten. Denn die Zuchwiler empfangen am Mittwoch das aufstrebende Burgdorf und gastieren am Samstag in Lyss. Zuchwil Regio wird gefordert werden.