Eishockey

EHC Zuchwil Regio: Keine Warmduscher aber Heissblüter

Für Thomas Rohrbach (rechts) und Zuchwil Regio könnte die Saison bald vorbei sein.

Für Thomas Rohrbach (rechts) und Zuchwil Regio könnte die Saison bald vorbei sein.

Der EHC Zuchwil Regio ist zu lieb und zu nett: Nach der zweiten Niederlage im Playoff-Viertelfinal gegen Wiki-Münsingen (1:3/Stand in der Serie 0:2) stehen die Solothurner vor dem Saisonende.

Ohne Wiki-Münsingen wenigstens einmal «weh» zu tun hat der Eishockey Erstligist Zuchwil Regio keine Chance, das drohende Saisonende zu vermeiden. Nach einem an und für sich sehr guten Match und einer plangemässen 1:0 Führung im zweiten Playoff-Viertelfinal gegen den EHC Wiki-Münsingen, standen die Zuchwiler nach 60 Minuten einmal mehr als «Looser» da. Was war passiert? Blumenthal brachte die Gastgeber im Sportzentrum in der 35. Minute in Führung. Dies in einer schnellen, intensiven und hochstehenden Partie, die beste Werbung fürs 1.-Liga-Eishockey bot. «Es begann alles sehr gut», wie die sportliche Führung bemerkte. Dann freilich meldete sich das alte Übel Zuchwils pflichtgemäss zur Stelle: Die Kaltblütigkeit, die es da nicht gibt. In dem Sinn könnte man sagen - die Zuchwiler sind zwar keine Warmduscher aber Heissblüter.

Zuchwil konnte nicht nachlegen

Obwohl Chancen genug, die Führung auszubauen, und trotz eines starkem Boxplays, das oft mächtig Schub verleihen kann, gelang es den Hausherren nicht, den zweiten Treffer zu markieren. Und sowas geht gegen ein kampfstarkes Wiki in der Regel in die Hose. So auch diesmal. Die Aaretaler, von Zuchwil durch deren Harmlosigkeit im Abschluss förmlich im Spiel gehalten, glichen in der 46. Minute aus. Sechs Minuten danach brachte Kormann Wiki in Führung. Alle Treffer waren bis dahin im Powerplay gefallen.

Letztlich standen 18 Zweiminuten-Strafen auf dem Totomat – 12 davon für Zuchwil. «Eindeutig zu viel», wie Sportchef Ulrich bemerkt. Vor allem dann, wenn trotz erfolgreicher und heldenhafter Gegenwehr in Unterzahl die Belohnung in Form eines weiteren Tores ausbleibt. So suchten die Gastgeber in der Schlussphase noch ohne Goalie den Ausgleich. Indes, wenns «chnorzt» dann «chnorzts» richtig. Derart fiel statt dem 2:2 das 1:3.

Nichts mehr zu verlieren

Für Wiki-Münsingen läufts in dieser Serie ergo kugelrund - für Zuchwil Regio dagegen scharfkantig und eckig. Zu verlieren hat die Truppe von Coach Manfred Reinhard damit am Donnerstag in Wichtrach (20.15), wenn Viertelfinal 3 auf dem Plan steht, also nichts mehr. Allein zu gewinnen noch einiges. Gelingt es Zuchwil, Wiki in Form eines Sieges weh zu tun, wozu es bestimmt mehr als ein Tor braucht, dann liegt punkto Halbfinal möglicherweise noch etwas drin. Mindestens ein zweites Viertelfinal-Heimspiel, das dann am Samstag auf dem Programm stünde...

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