Eishockey
EHC Zuchwil Regio: Jetzt beginnt Phase zwei vor den Playoffs

Nach den Siegen über Basel und zuletzt daheim gegen Adelboden steht der EHC Zuchwil Regio als Playoff-Teilnehmer fest. Jetzt gilt es, sich eine gute Ausgangslage zu schaffen, um sich den schweren Brocken alias Brandis und Thun zu entziehen.

Michael Schenk
Drucken
Teilen
Der EHC Zuchwil Regio steht als Teilnehmer der 1.-Liga-Playoffs fest.

Der EHC Zuchwil Regio steht als Teilnehmer der 1.-Liga-Playoffs fest.

Michael Schenk

Das erste Ziel ist geschafft: Der EHC Zuchwil Regio steht als Teilnehmer der 1.-Liga-Playoffs, die am Samstag, 11. Februar beginnen, fest. Dieses Werk vollbracht haben die Solothurner mit ihren Siegen zuletzt in Basel (4:3) und jüngst daheim gegen Adelboden (5:3). "Gegen Basel haben wir wirklich sehr gut gespielt. Gegen Adelboden wars zwar ein ziemlicher "Murgs", aber was solls - Hauptsache gewonnen", sagt Sportchef und Präsident Walter Ulrich. Der Zuchu-Boss ist spürbar erleichtert. Im Gegensatz zu früheren Jahren, als die Playoffs für die hochkarätige Truppe ein "Must" war, trat vor Beginn der aktuellen Spielzeit nicht nur der Präsident himself auf die Euphorie-Bremse. "Jeder Punkt wird für uns wichtig sein", hatte Ulrich damals gesagt. Dass es nun vermeintlich relativ mühelos "geflutscht" ist, war insofern so nicht unbedingt zu erwarten.

Die Chemie stimmt

"Die Mannschaft ist gut zusammengewachsen und die Chemie stimmt", blickt Ulrich auf die vergangenen Monate seit dem Saisonstart im September zurück. Derlei hat sie es auch immer wieder verstanden, die häufigen krankheits- und verletzungsbedingten Absenzen mit mehr als dem geforderten Minimal-Einsatz zu kompensieren. Lohn dafür sind jetzt die Playoffs. Für Zuchu geht es in den verbleibenden vier Spielen bis zum Quali-Ende nun darum, sich eine gute Ausgangslage zu schaffen.

Ein Rang unter den ersten vier nach den 30 Spielen würde in den Playoffs Heimrecht bedeuten. "Das ist unser erstes Ziel", sagt Ulrich. Abgesehen davon träfe man so in den Viertelfinals auch auf einen wohl einigermassen "angenehmen" Gegner. Aktuell liegen die Wasserämter auf Rang drei, wobei die Mannschaften auf den Rängen 3 bis 8 sehr eng beeinander sind. Da kann es noch zu etlichen Rang-Verschiebungen kommen.

"Ungeliebtes" Tessin

Sportlich das unangenehmste Los in den Playoffs ist zweifellos Brandis und Thun. Diese beiden Equipen haben bisher doch den einen Tick mehr spielerische Substanz und Konstanz bewiesen als der Rest der Zentralschweizer 1.-Liga-Welt. Wobei im Playoff bekanntlich vieles neu geschrieben wird.

Wirtschaftlich am unangenehmsten für alle ist Bellinzona. Es würde derlei nicht erstaunen, wenn es da in den verbleibenden Runden noch zum einen oder anderen "komisch-kuriosen" Resultat käme, allein deshalb, weil jeder dem Playoff-Los Bellinzona aus dem Weg gehen will.

Zuchwil Regio trifft es am Samstag bereits zum zweiten Mal in dieser Saison, dass es ein Auswärtsspiel in der Tessiner Kantonshauptstadt bestreiten "darf". "Abgesehen davon, dass es mehr kostet als ein Auswärtsspiel in Burgdorf oder Thun, sind wir uns einen solchen zeitlichen Aufwand für einen Match gar nicht gewohnt", sagt Ulrich.

Trotzdem gibt Walter Ulrich die Parole für das Spiel am Samstag nahe der Grenze von Sopra- und Sottoceneri raus: "Nachlassen geht nicht. Wir müssen den Rhythmus jetzt auf die Playoffs hin hochhalten." Abgesehen davon, so der Mister EHC Zuchwil Regio, "reist es sich mit drei Punkten im Gepäck viel besser als ohne."

Aktuelle Nachrichten