Eishockey

EHC Zuchwil Regio: Bis auf 60 Sekunden Vieles richtig gemacht

Der EHC Zuchwil Regio verliert das Playoff-Spiel gegen Brandis mit 2:6.

Der EHC Zuchwil Regio verliert das Playoff-Spiel gegen Brandis mit 2:6.

Der EHC Zuchwil Regio verliert Spiel 2 im Playoff-Halbfinal gegen Brandis zuhause (zu hoch) mit 2:6. Am Donnerstag gehts in Hasle-Rüegsau weiter.

Nach dem verblüffenden 4:0-Auswärtssieg in Spiel 1 der Playoff-Halbfinal-Serie zwischen Zuchwil Regio undBrandis, unterlagen die Wasserämter in Spiel 2 zuhause mit 2:6. Eine Niederlage, die fürwahr nicht zwingend gewesen wäre. Allein innerhalb von einer einzigen Minute nahm das Spiel im Startdrittel seinen richtungsweisenden Lauf.

Nachdem die Gäste in der 10. Minute durch Schütz in doppelter Überzahl 2:1 in Führung gegangen waren und die Gastgeber daraufhin eine 2-Minuten-Strafe schadlos ausgehalten hatten, kam es knüppeldick für Zuchu: Die Einheimischen konnten zu viert  ein "Break" fahren und gegen einen Brandis-Verteiger anlaufen.

Im Normalfall muss sowas ein Tor sein. War es in dem Fall nicht - im Gegenteil. Praktisch im Gegenzug kam Kohler allein vor Zuchu-Goalie Zaugg zum Abschluss und traf. 3:1 statt 2:2 also. Und um den Solothurnern im Moment der Stinkwut noch die "Versager"-Krone aufzusetzen, setzte Brandis noch einen obendrauf.

Kaum war das Spiel wieder frei erhöhte Gurtner 23 Sekunden nach dem 1:3 zum 1:4 - das war's dann. Ein Resultat, das nach 20 Minuten so gewiss nicht den Spielanteilen entsprach und in dem Sinn aus Zuchwil-Sicht nur hässlich war. 

Zu viele Strafen 

Trotz dieser Voll-Klatsche mitten auf die Zwölf, steckten die Solothurner, bedacht ihren zahlreichen Fans im Stadion noch etwas zu zeigen, nicht auf. Zigerli traf so 100 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels zum 2:4. Ein Hoffnungsschimmer, den Inniger nur 94 Sekunden später mit dem 2:5 freilich endgültig einnebelte.

Der "Mist" war geführt. Auch deswegen, weil sich die Einheimischen (zu) viele Strafen leisteten. Doppelt so viele wie der Kontrahent, um genau zu sein. Ein Luxus, der die Sache für das Team von Coach Manfred Reinhard keineswegs einfacher machte. Zumal Zuchu auch punkto Effizienz einmal mehr ziemlich abgebrochen sprich schwach auftrat. Brandis hatte derlei das Ding fortan unter Kontrolle und brachte das "Re-Break" souverän unter Dach und Fach. 

Jetzt eine Best-of-3-Serie 

Für Zuchwil ging es ab der 23. Minute derlei primär  noch darum, nicht noch einen demontierenden und demoralisierenden Kinnhaken einzufangen. Schliesslich geht es bereits am Donnerstag in Hasle-Rüegsau (19.45 Uhr) weiter. Zuchwil Regio kam finalement durch, ohne auf die Bretter zu müssen.

Die Drittelresultate  von 1:1 und 0:1 in Abschnitt zwei und drei untermauern den Fakt, dass man am Gegner dran war. Wäre das erwähnte 2:2 im Startdrittel gefallen, es wär wohl Vieles anders gekommen... Aber eben: Mit hätte und wäre, wäre die Grossmutter ein Ferrari.  Am Donnerstag geht es weiter - aus der Best-of-5- nun eine Best-of-3-Serie geworden.

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