Eishockey
EHC Olten verpasst ein Duell mit Ambri

Am Dolomitencup wusste der EHC Olten gegen Lørenskog IK zu wenig mit dem Überzahlspiel anzufangen und verlor 1:2 nach Penaltyschiessen. Durch die Niederlage in Neumarkt verpasste das Team von Scott Beattie das Duell gegen Ambri.

Andreas Hagmann
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Wegen der vielen Strafen der Norweger konnte Corey Ruhnke oft im gegnerischen Drittel anspielen. Profit daraus schlagen konnten die Oltner wenig.

Wegen der vielen Strafen der Norweger konnte Corey Ruhnke oft im gegnerischen Drittel anspielen. Profit daraus schlagen konnten die Oltner wenig.

AHA

Da die Schwenninger Wild Wings, nach dem EHC Olten am Mittwoch, auch den norwegischen Vertreter am Dolomitencup, Lørenskog IK, vom Eis arbeiteten, stand bereits vor deren Begegnung fest, dass die Schwenninger den Finaleinzug auf sicher haben. Für Lørenskog und Olten ging es daher darum, wer heute Sonntag im kleinen Final um den dritten Platz gegen den HC Ambri-Piotta spielen darf. Es durfte also ein kampfbetontes Spiel erwartet werden. Und das war es dann auch.

Boxeinlage von Wiebe

Symbolisch dafür stand die Boxeinlage von Shayne Wiebe und Henrik Odegaard in der 41. Minute. Zu dem Zeitpunkt stand es 1:1. Die beiden Teams wollten sich im dritten Drittel offensichtlich nichts schenken. Auffällig war auch, dass es für ein Vorbereitungsspiel enorm viele Strafzeiten gab – kleinliche Pfiffe der Schiedsrichter hin oder her. Die physischer agierenden Norweger bekamen dies besonderes stark zu spüren. Die Oltner wussten aber viel zu wenig mit den zusätzlichen Freiheiten anzufangen. Der Treffer zum 1:0 durch Justin Feser war die Ausnahme. Aber auch dieser Treffer entstand durch Abpraller und per Zufall. Zwar stand Feser alleine am rechten Pfosten, brachte den Puck aber nur via Lørenskog-Hüter Tyler Plante im Tor unter. Viel schlimmer war, dass der Ausgleich ebenfalls in einem Powerplay des EHC Olten fiel. Wacey Rabbit nützte in der 39. Minute einen Fehler an der blauen Linie aus und liess Thomas Bäumle keine Chance.

Unentschlossene Oltner im Penaltyschiessen

Im dritten Drittel kam es daher zum offenen Schlagabtausch – ohne dass ein Team das Zepter an sich hätte reissen können. Mit unnötigen Strafen, wie der von Marco Truttmann in der 53. Minute (Check von hinten in Bandennähe), nahmen sich die Oltner ausserdem selbst den Schwung. Im fälligen Penaltyschiessen waren die Norweger dann kaltblütiger. Hier liessen die Oltner jeden Elan vermissen. Die Norweger entschieden das Stechen mit 2:0 für sich und somit war Olten vorzeitig aus dem Turnier ausgeschieden.