Auch im vierten Aufeinandertreffen mit den Junglöwen zog der EHC Olten den Kürzeren. Die Zürcher kämpften sich gestern Abend vor einer tristen Kulisse – gerade mal 345 Nasen fanden den Weg in die Küsnachter Kunsteisbahn – nach einem 1:2-Rückstand zurück und erzwangen eine Verlängerung.

Zuvor hatten die Oltner allerdings mehrfach die Möglichkeit, mit zwei Toren davonzuziehen, zu viele grosse Chancen liessen sie aber aus. In der Overtime drosch schliesslich Luca Camperchioli die Scheibe an Oltens Goalie Thomas Kropf vorbei zum matchentscheidenden 3:2. Die Powermäuse hätten am gestrigen Abend die Möglichkeit gehabt, mit einem Vollerfolg bis auf einen Punkt zu den auf Rang fünf liegenden Zürchern aufzuschliessen. Nun beträgt der Rückstand fünf Zähler.

Im zweiten Drittel sah alles noch gut aus für den EHC Olten: Nach überstandener Strafe schaffte er die Wende in dieser Partie. Während er in der 26. Minute mit einem Mann mehr auf dem Eis powern konnte, spielte der aktuell einzige Ausländer in den Diensten des EHC Olten, Cory Pecker, die Scheibe quer zu Cyrill Aeschlimann. Oltens Nummer 83 bewegte sich dem noch abgelenkten Puck entgegen und bugsierte ihn dabei schliesslich etwas glückhaft mit dem Schienbeinschoner in das Gehäuse der Zürcher zum 1:1-Ausgleich.

Die erste Führung gegen die Lions

Aeschlimanns Treffer brachte Schwung ins Oltner Spiel. Die Powermäuse übten in der Folge immer mehr Druck auf das Tor der Junglöwen aus und kamen so in der 29. Minute zu ihrem ersten Führungstreffer an diesem Abend – und zu ihrem ersten Führungstreffer in einem Spiel gegen die GCK Lions in der laufenden Meisterschaft überhaupt: Wiederum in Überzahl erzielte Remo Hirt nach einem Zuspiel Aeschlimanns das 2:1.

Anschliessend spielte sich die Partie minutenlang im Drittel der Junglöwen ab. Hochkarätige Torchancen erarbeiten sich die Oltner, gingen aber viel zu fahrlässig mit ihnen um. Alleine Pascal Annen kam zweimal ganz alleine vor dem Zürcher Torhüter zum Abschluss, ohne zu reüssieren. Hinzu kam, dass der EHCO an diesem Abend zweimal jeweils eine gute Minute in doppelter Überzahl aufspielen, dabei den stark parierenden Lions-Schlussmann Wolf allerdings nicht überlisten konnte.

Eine Strafe zuviel

Die Strafe für die ausgelassenen Chancen mussten die Gäste in der 52. Minute einstecken. Nachdem Schwarzenbach wegen hohen Stocks – bei diesem Foul ging das Plexiglas seines Gegenspielers zu Bruch – eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte, mussten die Oltner für fünf Minuten in Unterzahl spielen. Das Boxplay der Oltner war zwar an diesem Abend sehr effizient, nicht weniger als siebenmal kamen die Junglöwen zuvor zu einem Powerplay, brachten aber dabei nicht gerade viel Gefahr vors Oltner Tor. Kurz vor Ablauf der Fünfminutenstrafe wars dann aber doch zu Ende mit der reinen Weste des Oltner Boxplays: Daniel Eigenmann brachte mit seinem 2:2-Ausgleichstreffer seine Farben zurück ins Spiel - und leitete damit die schmerzhafte Niederlage Oltens ein.