Eishockey
EHC Olten und Captain Sandro Tschuor gehen ab sofort getrennte Wege

Gleich fünf Oltener Akteure fielen dem angekündigten Kaderschnitt zum Opfer. Dass auch Captain Sandro Tschuor zu denjenigen gehört, welche kommende Spielzeit nicht mehr für den EHCO auflaufen werden, hat sich abgezeichnet.

Adriana Gubler
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Sandro Tschuor (mitte) jubelt künftig nicht mehr für den EHC Olten

Sandro Tschuor (mitte) jubelt künftig nicht mehr für den EHC Olten

KEYSTONE

Nur wer an der Saisonabschlussfeier des Eishockeyclubs Olten in der Schützi zugegen war, wurde über die nicht unbedeutende Neuigkeit informiert: Der NLB-Klub verlängerte den Vertrag mit seinem Captain Sandro Tschuor wie auch mit Wesley Snell, Pascal Krebs, Samuel Bieri sowie Fabian Brem nicht und verabschiedete die fünf Spieler im Rahmen der traditionellen Abschlussparty.

In den Playoffs nicht überzeugt

Auf Anfrage bestätigte EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli gestern, dass die Klubleitung keine gemeinsame Zukunft mit dem 34-jährigen Tschuor, der zwei Jahre lang als Captain des Oltner Fanionteams fungierte, sehe. «Nach dem Playoff-Aus sind wir über die Bücher gegangen und zum Schluss gekommen, dass wir den Weg ohne ihn weitergehen wollen», so Rötheli. Er attestiert dem Bündner, in den vergangenen zwei Jahren einen guten Job als Captain gemacht zu haben – auf und neben dem Eis. «In den Playoffs aber konnte er nicht mehr überzeugen und hat am Ende auch nicht mehr gespielt», so Rötheli. Zwischenmenschliche Gründe hätten beim Entscheid der EHCO-Verantwortlichen keine Rolle gespielt. Sandro Tschuor bestätigt: «Wir sind im Guten auseinandergegangen. Nach den Playoffs war auch für mich klar, dass ich so nicht mehr beim EHC Olten weitermachen will.» Wie seine sportliche Zukunft aussieht, steht noch in den Sternen. Nach eigenen Angaben zieht er ein Karrierenende in Betracht.

Neuer Spielführer gesucht

Nun muss ein neuer Captain her – aus den eigenen Reihen? «Es gibt sicher Spieler im Kader, die in diese Rolle wachsen können», sagt der Geschäftsführer. Aber man halte vonseiten der Klubführung die Augen offen und beobachte den Markt. «Wenn wir einen Spieler sehen, der das Team weiterbringen könnte und für diese Rolle infrage kommt, werden wir sicherlich aktiv», sagt Rötheli. Er relativiert aber sofort: «Derlei Spieler gibt es nicht wie Sand am Meer.»

Neben Sandro Tschuor hat der EHC Olten auch mit Wesley Snell, Samuel Bieri und Fabian Brem die Verträge nicht verlängert. Sie sind der angekündigten Kaderreduktion des EHC Olten zum Opfer gefallen. Pascal Krebs muss infolge einer erlittenen Gehirnerschütterung seine Eishockeykarriere beenden.