Swiss-League-Playoffs
EHC Olten: Mit Coolness und Leidenschaft zur richtigen Antwort

Der EHC Olten wurde von den Schiedsrichtern am Ostermontag benachteiligt. Jetzt gilt es aber, die negativen Emotionen in positive Energie umzuwandeln. Dann liegt heute Abend der zweite Sieg in dieser Finalserie im Bereich des Möglichen.

Marcel Kuchta
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Feuerspektakel beim Einlauf der Oltner.

Feuerspektakel beim Einlauf der Oltner.

Albrecht André

Emotionen sind während der Playoffs allgegenwärtig. Die grosse Kunst ist es, sie im richtigen Augenblick zu kanalisieren und in positive Energie umzuwandeln. Genau das muss der EHC Olten heute Abend im vierten Finalspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers schaffen. Dann kann den Oltnern auch der so wichtige Ausgleich zum 2:2 nach Siegen gelingen.

Wut, Ratlosigkeit, Ohnmacht

Der Weg dahin ist kein leichter. Zumal nach der 1:3-Niederlage vom Ostermontag im Lager der Powermäuse eine Mischung aus Wut, Ratlosigkeit und Ohnmacht herrschte. Die Leistung des Schiedsrichterduos Müller/Tscherrig gab, je länger die Nachbetrachtung der Partie dauerte, umso mehr Rätsel auf. Es war, unter dem Strich, eine miserable Darbietung der Referees, welche von den EHCO-Verantwortlichen zurecht vehement, aber auch konstruktiv kritisiert wurde.

Nun ist es aber gerade während der Playoffs extrem wichtig, dass man sich nicht in der Opferrolle sieht und zu lamentieren beginnt. Die Ungerechtigkeit war da, aber man kann sie nicht mehr Ungeschehen machen. Was man aus Sicht der Oltner jedoch in der Hand hat, ist die Reaktion auf dem Eis. Womit wir wieder bei der Umwandlung in die positive Energie sind.

Der Schlüssel zum Erfolg für den EHC Olten liegt darin, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Die eigene Leistung auf dem Eis. Selbst wenn der erste Schiedsrichter-Entscheid wieder ein umstrittener sein sollte, so darf das kein Grund sein, die Fassung zu verlieren. Weil die Chance dann gross ist, dass man auch den Fokus verliert und so dem Gegner in die Karten spielt.

Vorne Akzente setzen

Coolness ist gefragt. Zumal die Oltner selber genügend Baustellen aufweisen. Zum Beispiel die bisher in diesem Final fast inexistente Offensive. Es reicht nicht, nur gut zu verteidigen. Auch gegen Vorne müssen zwingend Akzente gesetzt werden. Dass dabei das eine oder andere Powerplay mehr und das eine oder andere Penalty-Killing weniger helfen würden, ist indes unbestritten.

Klar ist: Die einzig richtige Antwort, die der EHC Olten auf die Vorkommnisse vom Montag geben kann, ist ein leidenschaftlicher Auftritt, der im besten Fall mit einem Heimsieg belohnt wird. Das würde die Wunden heilen und wäre ein markantes Zeichen von mentaler Stärke.

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