Eishockey
EHC Olten gewinnt zweites Spiel nach dem Trainerwechsel

Kent Ruhnke hat das Wiederaufbauprogramm des EHC Olten mit einem 5:0-Sieg beim Tabellenletzten Sierre lanciert. Nach fünf Niederlagen in Serie gelang den Gästen im zweiten Spiel unter der Ägide des Kanadiers der so wichtige Starterfolg im neuen Jahr.

Jürg Salvisberg
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Remo Meister bejubelt das 2:0

Remo Meister bejubelt das 2:0

Keystone

Entscheidend für die Erhöhung des Punktekontos war der Einstieg ins zweite Drittel, als Sierre sämtliche Chancen versiebte, Olten jedoch innert 104 Sekunden mit zwei Toren vorlegte und in der 32. Minute gar noch auf 3:0 erhöhte. Als in den letzten 121 Sekunden zwei weitere Treffer fielen, übertraf Ruhnke gar noch Vorgänger Colin Muller, der in der spielerisch ähnlich bescheidenen ersten Auswärtspartie am 15. Oktober 2011 mit seinem Team 3:0 gewonnen hatte.
Redenbach nicht mehr erwünscht
So selbstverständlich und letztlich problemlos der Oltner Sieg am Ende auch ausfiel, vielversprechend war die Ausgangslage dafür nicht. Der Ausfall von Marty Sertich - er fällt rund sechs Wochen aus - durch einen Fingerbruch reduzierte das Ausländerkontingent der Auswärtigen auf die zweite Wahl, wobei nur noch Cory Pecker den Anforderungen genügte, Tyler Redenbach jedoch nicht einmal mehr auf dem Matchblatt figurierte.

Noch vor der Saison als Wunschkandidat bezeichnet, ist der Germyn-Nachfolger jetzt auch beim Duo Ruhnke/Rötheli bereits durchgefallen. «Ein Spieler, der nicht am gleichen Strick zieht wie das Team, muss weg», formuliert es der Oltner Geschäftsführer Peter Rötheli unmissverständlich. Redenbach hatte zuletzt Mühe bekundet mit dem Reservistendasein, und er hatte sich über zu wenig Eiszeit beklagt. Die Tage des 28-Jährigen in Olten sind definitiv gezählt.
Vier weitere Verletzte führten sogar dazu, dass die beiden 20-jährigen Junioren Lukas Dietrich und Yves- Lucca Lorenz im Wallis zum NLB-Debüt kamen.
Pfiffe und Gelächter für Sierre
Beide Mannschaften hatten sich für die vierte Begegnung in dieser Saison vorgenommen, aus der jeweiligen Negativspirale herauszufinden. Dass das Team von Philippe Bozon dafür die schlechteren Karten hatte, wurde in der Grabenhalle bald einmal ersichtlich. Im ausgeglichenen ersten Drittel wirkten die Offensivbemühungen der Walliser recht unbeholfen, sodass es in den Powerplay-Situationen schon die ersten Pfiffe und höhnisches Gelächter aus dem Publikum absetzte. Olten dagegen deutete mit seiner Grundaggressivität und einigen zu Ende geführten Checks an, dass es seine erste Ruhnke-Lektion kapiert hatte und keine verspäteten Weihnachtsgeschenke verteilen wollte.
Entsprechend zufrieden war Kent Ruhnke nach dem Spiel, vor allem auch, weil seine Spieler ab dem Mitteldrittel auch die zuvor akuten Ladehemmungen abzuschütteln vermochten. «Wir haben Sierre mit Organisation, Tempo und Aggressivität kontrollieren können», lobte der Kanadier sein Team. «Alle meine Leute haben mit Herz gespielt, ein paar schon mit viel Biss.»

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