Laufsport

Eggenschwiler feiert fünften Triumph am Weissensteinlauf – Vorjahressieger Tefera wird nur 4.

Die spätere Gewinnerin Petra Eggenschwiler an der Spitze des Feldes umringt von Männern.

Die spätere Gewinnerin Petra Eggenschwiler an der Spitze des Feldes umringt von Männern.

Bei idealen Wetterbedingungen verzeichnete der 28. Weissensteinlauf am Sonntag 426 klassierte Läuferinnen und Läufer. Petra Eggenschwiler wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Jérémy Hunt siegte bei den Männern.

«Obwohl wir weniger Teilnehmer als in den letzten Jahren hatten, müssen wir zufrieden sein», stellte OK-Präsidentin Barbara Imholz fest. «Wenige Tage vor der Veranstaltung hatten wir noch nicht 200 auf der Startliste. Dank des guten Wetters konnten wir noch viele Nachmeldungen entgegennehmen.»

Das Rennen der Frauen endete mit dem klaren Start-Ziel-Sieg der Favoritin Petra Eggenschwiler. Nach ihren Siegen am Tüfelsschlucht-, dem Gempen-, dem Roggen-Berglauf und dem Grenchenberglauf feierte die 30-jährige Geologin am Weissenstein ihren fünften Triumph in der Jura Top Tour 2018. Sarah Umbricht aus Lohn-Ammannsegg wurde mit fast sieben Minuten Rückstand Zweite und die Zuchwilerin Gertrud Wiedemann lief auf den dritten Platz. Starke Fünfte wurde die Gänsbrunnerin Gisela Schneeberger.

Sehr spannend verlief das Rennen der Männer. Vorjahressieger Mekonen Tefera sorgte auf den ersten fünf Kilometern bis zum Bahnhof Oberdorf für die Musik. In den steilen Kehren vom Webernhüsli zum Nesselboden änderte sich innerhalb von vier Kilometern aber die Situation an der Spitze. Der Gewinner des diesjährigen Wengi- sowie Passwang-Berglaufs, der 26 jährige Jurassier Jérémy Hunt, setzte sich vor dem Luzerner Stefan Lustenberger und dem Sieger des Grenchenberglaufs, Simon Zahnd, an die Spitze.

Hunts Angriff bei Kilometer fünf

Topfavorit Mekonen Tefera wurde zwischenzeitlich sogar noch von Gilles Bailly überholt und somit auf den fünften Platz verwiesen. Am Ende musste er sich mit dem vierten Schlussrang begnügen. Sieger Jérémy Hunt, der im Gegensatz zum zweitklassierten Stefan Lustenberger in drei Wochen nicht an der Berglauf-Weltmeisterschaft in Andorra starten kann, weil er den Selektionslauf verpasst hatte, war auf dem Weissenstein glücklich.

«Ich lief heute ein taktisches Rennen und attackierte erst nach fünf Kilometern den führenden Mekonen Tefera. Oberhalb des Bahnhofs Oberdorf kam ich sofort weg und konnte so bis ins Ziel den Vorsprung auf Stefan Lustenberger auf über zwei Minuten ausbauen. Es lief super. Ich hatte während des ganzen Laufes gute Beine.» Nun freut er sich auf den Finallauf der diesjährigen Jura Top Tour, die Trophée de la Tour de Moron. Diese findet am 30. September statt.

Tefera nur auf Platz vier

Der geschlagene Mekonen Tefera überholte in der Schlussphase noch Gilles Bailly, den dritten Podestplatz verpasste er dann mit 46 Sekunden Rückstand auf Zahnd deutlich. «Ich erwischte nach dem Sieg am Belchen-Berglauf vor einer Woche eine Sommergrippe, an der ich vier Tage litt», sagte der Äthiopier. «Nach fünf Kilometern wurde es immer schlimmer. Jetzt muss ich mich gut erholen. Ich werde am kommenden Wochenende sicher kein Rennen bestreiten.» Schliesslich will er am 8. September wieder fit sein und beim Jungfrau Marathon an den Start gehen.

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