Fussball
Egerkingen nutzt seine letzte Chance – Italgrenchen vor Abstieg

Die Ausgangslage war spannend: Für Egerkingen war es das Spiel der letzten Chance, Italgrenchen wollte die in diesem Frühling gezeigten Fortschritte bestätigen und mit einem weiteren Sieg über den Strich klettern.

Hans Peter Schläfli
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Egerkingen - Italgrenchen
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Rappelt sich Egerkingen (am Boden Ardian Shala) nach dem Sieg gegen Italgrenchen (Rocco Vitacca) nochmals auf?
Wer hebt noch vom Tabellenende ab, Italgrenchen (rechts Fabrizio Laus) oder Egerkingen (Michele Covarelli)?
Der Grenchner Fabrizio Laus wird bedrängt von den Egerkingern Michael von Rohr und Ramasan Hasani.
Italgrenchens Stürmer Vinicius Fugueiredo im Zweikampf mit Egerkingens Abwehrchef Marco Grolimund
Der Egerkinger Michele Covarelli (rechts) im Zweikampf mit dem Grenchner Alessandro Bertolino.

Egerkingen - Italgrenchen

Hans Peter Schläfli

Die Egerkinger bestimmten gleich vom Anpfiff an mit gepflegten Ballstafetten das Geschehen. Die ersten Chancen wurden dann aber vertändelt. In der 25. Minute war es dann soweit. Ramasan Hasani schloss einen schönen Angriff mit dem längst verdienten 1:0 ab. Luan Gashi hätte wenig später nachdoppeln müssen, doch statt mit dem rechten Fuss einzuschieben, versuchte er mit dem linken Aussenrist einen Kunstschuss, der knapp übers Lattenkreuz ging.

«Nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben»

Kurz darauf verhinderte Giuseppe Tiralongo auf der Torlinie das 2:0, dass dann aber kurz vor der Pause doch noch fiel. Nach einem Torabstoss passte die Innenverteidigung nicht auf, Gashi marschierte durch die Mitte und schloss sein Solo erfolgreich ab.

Was war nur mit Italgrenchen los in dieser ersten Halbzeit? «Es fehlte an allen Ecken und Enden», analysierte am Ende der total enttäuschte Trainer Mirko Recchiuti. «Auf jeder Position spielten wir schlecht und wir setzten nicht um, was wir uns vorgenommen hatten.»

Doch gleich nach der Pause der Paukenschlag: Egerkingen brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Gianluca Sortino erzielte den Anschlusstreffer.

Zu spätes Tor

Aber wer nun ein Aufbäumen der Grenchner erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Die fielen gleich danach wieder in ihren Halbschlaf zurück und liessen den Gegner machen. Nach einer Stunde traf Adrian Shala den Pfosten und Ramasan Hasani erzielte im Nachschuss das 3:1. Mit dem 4:1 durch Verteidiger Marco Grolimund war der Match entschieden. Zwar erzielte Italgrenchen noch das 4:2 durch Alessandro Bertolini, doch das Tor kam zu spät, als dass es am Verdikt noch etwas geändert hätte. «Wir haben heute gezeigt, wie man es nicht machen sollte», zog Ital-Trainer Recchiuti seine Bilanz.

Auf der anderen Seite war der vor kurzem reaktivierte Trainer Xhevxhet Dullaj zufrieden, aber nicht euphorisch: «Wir haben unsere Ziele heute erreicht. Aber es ist noch immer sehr, sehr schwierig, den Abstieg zu verhindern.»