Streethockey
Durch Erzrivalen aus dem Traum gerissen

Die Streethockey-Saison hatte so gut begonnen wie noch nie: Bettlach lag nach vier Runden in der Nationalliga A an der Tabellenspitze. Umso grösser war die Vorfreude auf das Derby gegen den grossen Rivalen Grenchen-Limpachtal. Doch es kam anders.

Hans Peter Schläfli
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Emotionen im NLA-Derby Bettlach gegen Grenchen-Limpachtal Fotos: Hans Peter Schläfli
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Wer hat die Nase vorn im Streethockey-Knüller?
SHC Bettlach - Grenchen Limpachtal
Da hatte Bettlachs Goalie Joey Raboud einen schweren Stand: Der Limpachtaler Tristan Jenni kam unbedrängt zum Schuss
Harter Check des Limpachtalers Samuel Däppen gegen den Bettlacher Andreas Walker
Der Limpachtaler Andreas Gerber verteidigt den Ball gegen den Bettlacher Diego Krummenacher

Emotionen im NLA-Derby Bettlach gegen Grenchen-Limpachtal Fotos: Hans Peter Schläfli

Solothurner Zeitung

Die letzten Vorzeichen waren dann aber nicht mehr so rosig: Am Samstag setzte es für Bettlach in Belp eine satte 1:14-Schlappe ab. «Das hat uns wohl das Selbstvertrauen gekostet», sagte SHC-Präsident Ron Bertolla in der ersten Pause, als es bereits 6:0 für Grenchen-Limpachtal stand. Tatsächlich dauerte der Bettlacher Traum eigentlich nur gerade exakt 10 Minuten. Da war das 3:0 gefallen, und Grenchen-Limpachtal stand bereits als Sieger fest.

Bezeichnend für den Spielverlauf war eine Zweiminutenstrafe gegen Grenchen am Ende des zweiten Drittels. Rund ein Dutzend Mal schossen die Bettlacher am Tor vorbei und einmal trafen sie den Pfosten. Sicher, Thomas Schluep ist eine Festung im Grenchner Tor, aber so machte man es ihm auch gar einfach.

«Sonst haben wir gegen unseren Nachbarn meistens sehr gute Leistungen gezeigt. Oft ist uns eine Überraschung gelungen, aber heute sind wir wirklich sang- und klanglos untergegangen», analysierte Bertolla. «Wenn es einen Abpraller von unserem Goalie gab, waren wir nicht reaktionsschnell genug und der Gegner konnte die Tore im Nachsetzen erzielen. Grenchen-Limpachtal hat verdient gewonnen, aber etwas zu hoch.» Am Ende hiess es 1:10 für die Gäste. Grenchen-Limpachtal ist jetzt nach sechs Spielen und 18 Punkten zusammen mit Oberwil neuer Tabellenführer in der Nationalliga A.

Niederlage schnell wegstecken

Kein Grund zur Traurigkeit für die Bettlacher, denn bei 285 Zuschauern am Sonntag füllte die Buvette zumindest die Kasse des Vereins. «Während des Matches geht es manchmal auch etwas ruppig zu und her, aber nach der Schlusssirene gibt man sich die Hand und trinkt etwas zusammen», beschreibt Ron Bertolla die Stimmung zwischen den beiden Vereinen. «Man respektiert sich, hat aber relativ wenig miteinander zu tun.» Man lässt sich gegenseitig wirken und aufgrund langjähriger Juniorenarbeit dürfte es deshalb auch in den kommenden Jahren für beide Teams einen Platz in der obersten Schweizer Streethockey-Liga haben.

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