2. Liga
Dulliken verliert zu Hause gegen Höngg

0:2, 3:2, 3:4 – so lautete die Torfolge beim Spiel des FC Dulliken gegen den SV Höngg. Diese drei Zwischenresultate stehen sinnbildlich für die unterschiedlichen Phasen dieser Begegnung.

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Der FC Dulliken ist nach fünf Spielen im Abstiegskampf angekommen.

Der FC Dulliken ist nach fünf Spielen im Abstiegskampf angekommen.

Bruno Kissling

Die Partie, die mit einem leichten Dulliker Chancenplus und Höhepunkt durch Wernlis Distanzschuss an die Latte begonnen hatte, lenkte Rutz mit seinem Führungstor für den SV Höngg in andere Bahnen. Nach einem Eckball war die Situation vermeintlich entschärft, ehe jedoch Forny den Ball erneut in die Gefahrenzone beförderte, wo der Höngger Aussenerteidiger nur noch einzuschieben brauchte.

Die Gäste drückten im Anschluss weiter auf das 0:2, Forner verpasste jedoch nach einem schnellen Konter in der 36. Spielminute vorerst noch. Fünf Minuten später zeigten die Gäste, dass sie das mit dem Toreschiessen auch besser können. Einen von Infante getretenen Freistoss aus halblinker Position wurde von der Dulliker Hintermannschaft abgewehrt, der zweite Ball fand darauf Würmli, welcher aus kurzer Distanz einnetzte. Ein Ebenbild des vorherigen Führungstreffers.

Dullikens Aufholjagd

„Wir haben uns in der Halbzeitpause vorgenommen, Vollgas weiterzuspielen“, bemerkte FCD-Trainer Massimo Saracino. Dies funktionierte auch gut, kam doch die Heimmannschaft wie entfesselt zurück vom Pausentee. Nach einem Eckball Hasanis setzte sich Zenuni im Kopfballduell durch und erzielte den Anschlusstreffer. Keine zehn Minuten später legte Hasani vom linken Flügel in die Mitte zu Bisevac, welcher den Ball sofort verarbeitete und zum zwischenzeitlichen Ausgleich in die rechte hohe Ecke schlenzte.

In der 69. Spielminute gewann zuerst Kaufmann ein Kopfballduell im Mittelfeld, der Ball landete bei Hasani, welcher wiederum in die Mitte spielte und damit diesmal Zenuni bediente, welcher via Pfosten zur erstmaligen Dulliker Führung traf. Der FCD bestimmte in dieser Phase das Spiel und erarbeitete sich zudem gute, ungenutzt gebliebene Torchancen, vor allem durch das Offensivtrio Hasani (drei Torvorlagen), Zenuni (zwei Tore) und Bisevac (ein Tor).

Eine unkonzentrierte Minute

Nach dem Treffer zum 3:2 beschränkte sich Dulliken primär auf die Verwaltung des Vorsprungs. Höngg seinerseits kam wieder besser ins Spiel und folgerichtig auch zu Chancen. Zuerst wurde es nach einem Eckball brandgefährlich, als Torhüter Russo den Ball im Spielergewühl zwar fallen liess, Kaufmann den Ball allerdings gerade noch klären konnte.

Das dritte Höngger Standartsituationen-Tor wollte aber trotzdem noch fallen. Einen Eckball von der linken Seite versenkte Infante direkt. Besagter Spieler mauserte sich nur Sekunden später endgültig zum Matchwinner, indem er einen Angriff seines Teams über die rechte Seite aus kurzer Distanz zum 3:4-Siegtreffer für das Auswärtsteam einschoss.

„Schade, wie wir die Tore bekommen“, resümierte Trainer Massimo Saracino nach der Partie, womit er darauf abzielt, dass zu viele Gegentore nach Standartsituationen fallen. Bereits beim letzten Heimspiel, der 0:2-Niederlage gegen Olten, fielen alle Tore unmittelbar nach Standartsituationen, heute waren es deren drei. Immerhin: Wenn Saracinos Truppe dieses Problem in den Griff bekommt, hat man in Dulliken in Zukunft auch mehr Punkte auf dem Konto und muss sich nicht mehr mit den Plätzen um den Abstiegsstrich begnügen.