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Dulliken ist die Nummer 3 im Kanton – Subingen und Iliria steigen ab

Dulliken-Captain Nils Wernli (rechts) verpasste in der Saison 2016/17 in der 2. Liga inter keine Minute und erzielte 14 Tore.

Dulliken-Captain Nils Wernli (rechts) verpasste in der Saison 2016/17 in der 2. Liga inter keine Minute und erzielte 14 Tore.

Der FC Dulliken ist der beste der vier Solothurner Klubs in der 2. Liga inter – Subingen und Iliria steigen ab.

«Dass wir die Saison vor den anderen drei Solothurner Klubs beenden, war sicher nicht unser Hauptziel», blickt Dullikens Präsident Ueli Schenk auf die am Wochenende zu Ende gegangene Meisterschaft der 2. Liga inter zurück. «Es ist natürlich schön, dass wir hinter Solothurn und Wangen die Nummer 3 im Kanton sind. Wichtiger war für mich aber, dass wir frühzeitig den Ligaerhalt sichern konnten.»

Als Sechster büssten die Niederämter im Vergleich zum Vorjahr, der erfolgreichsten Saison in der Klubgeschichte, zwei Plätze ein. Trotzdem fällt das Fazit des Präsidenten mehrheitlich positiv aus: «In meinen Augen war es eine gute Saison. Die Vorrunde verlief nicht optimal, mit dem Trainerwechsel haben wir aber richtig reagiert.» Nach neun Saisonspielen musste Trainer Massimo Saracino seinen Posten räumen. Dulliken beendete die erste Saisonhälfte mit nur 15 Punkten auf Platz neun.

Steigerung in der Rückrunde

In der Rückrunde holte der FC Dulliken unter dem neuen Trainer Herbert Fischer 22 Punkte und war damit das viertbeste Team der Gruppe im 2017. «Fünf, sechs Punkte haben wir leichtfertig verschenkt, aber es war trotzdem eine sehr gute Rückrunde», so Ueli Schenks Abrechnung. Trainer Fischer agiere nicht nach einem 0815-Schema, habe teilweise eigenwillige Methoden, mit denen nicht jeder Spieler klarkomme. «Er hat aber auch klare Vorstellungen und eine strikte Linie, das gefällt mir. ‹Hebi› wird noch mehr aus der Mannschaft herausholen in der nächsten Saison, davon bin ich überzeugt.»

Dulliken peilt 2017/18 wiederum eine Platzierung unter den besten Sechs an: «Ich hoffe, dass wir einen besseren Start hinlegen werden, damit die Saison von Anfang an etwas ruhiger verläuft.» Drei Spieler werden den FC Dulliken verlassen: Verteidiger Semir Dzombic sowie die beiden Offensivkräfte Sandro Husi und Josip Jukic.

Zuzüge konnte Schenk bis jetzt deren zwei vermelden: Das Eigengewächs Lars Kaufmann, in der Rückrunde an den FC Däniken-Gretzenbach ausgeliehen, wird zurückkehren. Zudem kommt Alexander Meier aus der Nachwuchsabteilung des SC Kriens. «Wir werden uns sicher noch weiter verstärken», verspricht Präsident Ueli Schenk.

Keine Minute verpasst, 14 Tore

Definitiv beim FCD bleiben wird Captain Nils Wernli. Der 25-Jährige spielte eine herausragende Saison. Er absolvierte alle 26 Spiele über die volle Distanz und ist mit 14 Toren der Topskorer der Dulliker. «Mit der Rückrunde haben wir einiges wieder gutgemacht», lautet seine Saisonbilanz. «Wir konnten deutlich zulegen, vor allem was die Offensive betrifft.» Der gebürtige Wangner ist selber erstaunt darüber, dass er 2016/17 keine Minute verpasst hat. Blessuren habe er während der ganzen Saison keine gehabt. «Und ausnahmsweise war ich auch nicht gesperrt», fügt er scherzend an. «Dank der Captainrolle bin ich ruhiger geworden auf dem Feld. Ich möchte ein Vorbild sein.»

Vorbildlich ist auch die Torproduktion des Mittelfeldspielers. 14 Volltreffer - so viele Tore habe er bei den Aktiven noch nie geschossen in einer Saison. Als besonders wertvoll erachtet er das Tor zum 4:3 in der 90. Minute gegen die Blue Stars: «Damit war der Nicht-Abstieg gesichert.» In spezieller Erinnerung blieb auch der Siegestreffer in der Rückrunde gegen Schöftland. Wernli versenkte den Penalty in der 90. Minute zum 2:1, nachdem er zwei Wochen zuvor gegen Olten ebenfalls vom Punkt aus das Siegestor vergeben hatte.

«Ich fühle mich in Dulliken wohl und spüre das volle Vertrauen vom Trainer. Deshalb habe ich mich entschieden, zu bleiben», sagt Nils Wernli und fügt an: «Wenn wir defensiv als Mannschaft noch kompakter werden, liegt nächstes Jahr mindestens der fünfte Platz drin.» Die 2. Liga inter-Gruppen sind zwar noch nicht fix, doch Dulliken wird mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Absteiger Wangen treffen: «Das wird mein erster Ernstkampf gegen meinen Stammklub», freut sich Wernli, «obs angenehm wird, weiss ich nicht, aber speziell wird das Spiel auf jeden Fall.»

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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