«Die sportliche Leitung des FC Dulliken ist nach dem gemeinsamen Gespräch mit Trainer Herbert Fischer zur Ansicht gekommen, dass es das Beste ist, sich im gegenseitigen, guten Einvernehmen zu trennen», informiert der Niederämter 2.-Liga-inter-Klub in seiner Medienmitteilung. Ausschlaggebend für den Wechsel auf dem Trainerstuhl war laut Präsident Ueli Schenk die Analyse der sportlichen Leistungen im Kalenderjahr 2017.

«Hebi» Fischer hatte die Mannschaft auf die Rückrunde der letzten Saison von Massimo Saracino übernommen. «Das Team beendete die vergangene Saison auf dem ausgezeichneten sechsten Platz. Der Vertrag von Herbert Fischer wurde anschliessend um eine Saison verlängert», schreibt die Klubleitung.

Und weiter: «Leider verlief die Vorrunde der aktuellen Saison nicht ähnlich erfolgreich.» Die Niederämter holten in 13 Spielen ebenso viele Punkte und überwinterten auf dem ersten Abstiegsplatz. «Der FC Dulliken bedankt sich bei Herbert Fischer für sein grosses Engagement für den Verein und die erste Mannschaft und wünscht ihm für die Zukunft viel Erfolg.» Mit diesen Worten schliessen die Niederämter das Kapitel Herbert Fischer.

Die Nachfolge steht bereits fest: Bejtush Rrustolli übernimmt das Zepter auf der Dulliker Ey. Der 48-Jährige spielte viele Jahre in der 1. Liga und der NLB für den FC Wangen bei Olten. Auf der Chrüzmatt war er nach seiner Aktivkarriere auch mehrmals Assistenz- und Interimstrainer des Fanionteams. Vor knapp zwei Jahren leitete er für eine kurze Zeit die Geschickte beim Zweitligisten FC Trimbach. Rrustollis Vertragslaufzeit beim FC Dulliken ist vorerst bis zum 30. Juni 2018 begrenzt.

«Ich liebe den Fussball halt einfach», freut sich Rrustolli auf die neue Herausforderung. Roland Gruner, Dullikens Vizepräsident, war früher Rrustollis Trainer beim FC Wangen. Dieser langjährige Kontakt sei ein wichtiger Grund für seine Zusage. «Zudem ist Dulliken ein Klub in der näheren Umgebung», so Rrustolli. «Ich hatte auch andere Angebote, wollte aber nicht vierzig Minuten Fahrzeit ins Training auf mich nehmen.»

Seine neue Mannschaft kenne er noch nicht allzu gut. Lediglich drei, vier Spieler. «Aber die sind sehr gut», sagt Rrustolli. Mit dem FC Dulliken in der Rückrunde den Klassenerhalt zu schaffen, sei eine grosse Herausforderung, weiss er: «Ich habe Erfahrung im Abstiegskampf und bin überzeugt, dass wir es schaffen können.»

Nebst dem neuen Mann an der Seitenlinie konnte der FC Dulliken gestern auch diverse Zuzüge für sein Kader vermelden. Wie letzte Woche in dieser Zeitung bereits angekündigt, ist der Wechsel von Oltens Angreifer Tunahan Canik zum FC Dulliken nun fix. Mit Oguzhan Tonus konnte der FCD einen weiteren Offensivspieler verpflichten. Der 20-Jährige besitzt eine Dulliker Vergangenheit, zuletzt spielte Tonus in der 3. Liga beim FC Egerkingen. Zusammen mit Torhüter Murat Kücüker, den es ebenfalls aus dem Gäu zurück ins Niederamt zieht.

Seine Verteidigung will der FC Dulliken mit der Verpflichtung von Jérôme Roth stärken. Der 22-Jährige spielte für die Nachwuchsmannschaften des FC Basel und danach beim FC Solothurn, zuletzt war er ohne Verein. Vom Zweitligisten FC Trimbach stösst Mittelfeldspieler Shkendim Asani zu den Dullikern. Der 21-Jährige konnte beim FC Olten bereits Erfahrungen in der 2. Liga inter sammeln.

Der letzte Name, welcher auf der Transferliste des FC Dulliken figuriert, ist der von Stürmer Ömer Komur. FC Solothurn, FC Aarau sowie FC Wangen bei Olten sind die bisherigen Stationen des 24-Jährigen. «Wir suchen noch ein, zwei Spieler, dann sollten die Transferaktivitäten abgeschlossen sein», sagt Präsident Ueli Schenk.