Fussball, 2. Liga inter
Dulliken führt das Solothurner Quartett an – Wo steht Grenchen?

In der neuen 2-Liga-inter-Saison spielen vier Solothurner Teams in der Gruppe 5. Von Dulliken darf ein guter Mittelfeldplatz erwartet werden, Olten, Subingen und Grenchen werden dagegen eher im Kampf gegen den Abstieg erwartet.

Hans Peter Schläfli
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Trainingsstart des FC Dulliken für die Saison 2015/16: mit Neuverpflichtung Nils Wernli.

Trainingsstart des FC Dulliken für die Saison 2015/16: mit Neuverpflichtung Nils Wernli.

Hansruedi Aeschbacher

«Das ist eine tolle Gruppe mit vielen Derbys, die hoffentlich viele Zuschauer anlocken werden», sagt Dullikens neuer Trainer Massimo Saracino vor der neuen Saison in der 2. Liga inter. Aber beinahe wäre es anders gekommen. Der Fussballverband verbot nämlich ursprünglich dem Zürcher Gruppensieger YF Juventus den Aufstieg, weil dieser Verein bereits in der 1. Liga Promotion eine Mannschaft stellt. Stattdessen wurde der Gruppenzweite Regensdorf promoviert. YF Juventus akzeptierte diesen Entscheid nicht und das internationale Sportgericht gab dem Verein recht. Die Gruppe 5 hätte plötzlich 15 Mannschaften gezählt. «Das hätte vier Absteiger bedeutet, was unsere Aufgabe schwieriger gemacht hätte», blickt Markus Panizzoli, Leiter Aktive beim Solothurner Aufsteiger Subingen, auf die turbulenten Tage zurück. Zum Glück akzeptierte nun aber Regensdorf den Gerichtsentscheid und besteht nicht auf seinem Platz in der 2. Liga inter. Somit bleibt alles beim Alten – ausser, dass nun YF Juventus in der Gruppe 5 spielt.

Dulliken etwas stärker

Nach dem starken Frühling ist man in Dulliken vor dem Saisonstart optimistisch: «Wir wollen bis zur Winterpause eine gewisse Distanz zur Abstiegszone schaffen», sagt Trainer Saracino, der früher für Dulliken und Hägendorf Fussball spielte. «Wir konnten den Kern der Mannschaft zusammenhalten und haben uns mit jungen Talenten verstärkt.» Mit Nils Wernli von Wangen konnte zudem ein Leadertyp gewonnen werden.

In Subingen lautet das Ziel ganz klar: «Wir wollen nicht absteigen.» Markus Panizzoli ist mit der Vorbereitung zufrieden. «Wir haben auch gegen starke Gegner gut ausgesehen und nie verloren, was ein gutes Gefühl gibt. Aber als Aufsteiger werden wir es natürlich schwer haben.» Den Abgang des Topskorers Alessandro Fragale zu Bellach konnte kompensiert werden: Mattia Sasso (Zuchwil), Shaban Arifi (Iliria), Pascal Schwaller (Italgrenchen), Baris Karatas (Gerlafingen) und Alain Kocher (Herzogenbuchsee) spielen neu für Subingen.

«Es wird diesmal nicht einfacher als letzte Saison», blickt auch Oltens Trainer Georg Schifferle vorsichtig auf die kommenden Spiele, und das Ziel ist einfach definiert: «Wir wollen am Ende über dem Strich sein.» Der Abgang von Justine Browne zu Wangen und der Rücktritt von Mario Panzeri machen die Defensive zur Problemzone. Olten konnte sich mit Fidan Krasniqi, Sascha Deon und Volkan Gülen verstärken.

Das neue Grenchen

«Wir wissen nicht so genau, wo wir stehen», sagt Grenchens neuer Trainer Silvan Rudolf. Die Mannschaft wurde nach dem Abstieg komplett neu formiert. Grenchen 15 – die 15 soll an die gerade erst erfolgte Fusion mit Wacker erinnern – wird auch die Meisterschaft auch in der 2. Liga inter kein Spaziergang werden. Auf der einen Seite gewann der FCG in der Vorbereitung gegen Liestal 2:0, dann gab es gegen Langenthal eine 1:5-Schlappe. «Es waren 90 Minuten totale Überlegenheit der Oberaargauer», gibt Rudolf zu. Langenthal, das in der Gruppe 3 die Rückkehr in die 1. Liga schaffen will, muss aber auch nicht unbedingt der Gradmesser sein. Die Oberaargauer haben also ein klar gestecktes Ziel, an dem Trainer Roland Hasler aber bereits zweimal gescheitert ist. Langenthal beginnt am Samstag die Meisterschaft in der Gruppe 3 übrigens mit dem Berner Derby gegen Aufsteiger Kirchberg.

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