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Duell zwischen fünf Anwärtern: Wer wird Wintermeister der 2. Liga?

Zwei Spieltage vor dem Ende der 2.-Liga-Vorrunde trennen den Leader FC Subingen und den fünftplatzierten FC Lommiswil nur drei Punkte. Noch ist alles offen. Wer wird Wintermeister?

Raphael Wermelinger
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Hans Peter Schläfli

Einen grossen Wert hat der Titel des Wintermeisters ja eigentlich nicht. Dies verdeutlicht ein Blick auf die Statistik der vergangenen Jahre. Nur gerade die Hälfte der zur Halbzeit führenden Klubs konnte ihre Ausgangslage in den Titelgewinn und den Aufstieg in die 2. Liga inter ummünzen.

In der letzten Saison gelang dies dem FC Biberist. Davor wurden Fulenbach (von Iliria), Biberist (Subingen), Trimbach (Olten) und Olten (Dulliken) allesamt in der zweiten Saisonhälfte noch abgefangen. Trotz der schwachen Quote würde natürlich jeder Zweitligist nur allzu gerne auf dem Spitzenplatz überwintern.

Die 5 Anwärter

Vor den letzten zwei Spieltagen der Vorrunde gibt es immer noch fünf Anwärter auf den Titel:
FC Subingen: Der Absteiger aus dem Wasseramt führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf Grenchen an. Doch Trainer Dominik Ellenbergers Team schwächelte zuletzt. Nach der ersten Saisonniederlage am achten Spieltag gegen Fulenbach (0:1) kam Subingen am letzten Wochenende gegen Mitabsteiger FC Iliria nicht über ein Unentschieden hinaus.

Der Solothurner Meister von 2015 überzeugte bisher vor allem in defensiver Hinsicht. Mit neun Gegentoren stellen die Wasserämter die beste Abwehr der Liga. Was die erzielten Tore angeht, hat Subingen aber nur den siebtbesten Wert der zwölf Teams. Morgen verteidigt der FCS den Spitzenplatz beim Gastspiel in Welschenrohr. Zum Abschluss der Vorrunde wartet der FC Grenchen zum möglichen Finale um den Wintermeistertitel.

FC Grenchen: Die vor der Saison als Kronfavoriten gehandelten Grenchner mussten am letzten Wochenende erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz. Perparim Rexhepis Team musste sich nach zuvor fünf Siegen und drei Remis dem Tabellennachbarn Bellach gleich mit 0:4 beugen.

Ein Grund dafür sind die Verletzungen der beiden Toptransfers Samuel Zayas (5 Tore) und Kliment Nastoski, welche Grenchen seit vier Partien fehlen. Im morgigen Heimspiel gegen Lommiswil ist zudem Dzevahir Ramani (5 Tore) gesperrt, was die Aufgabe, am FC Subingen dranzubleiben, nicht einfacher macht.

FC Bellach: Die Leberberger führen das Trio der Klubs mit 17 Punkten auf den Plätzen drei bis fünf an - trotz des verpatzten Saisonstarts mit zwei Niederlagen. Seit Ende August ist der amtierende Solothurner Cupsieger ungeschlagen.

Sandro De Cubellis Team trifft noch auf Mümliswil sowie Lommiswil und darf sich bei Ausrutschern der Konkurrenz noch Hoffnungen machen, ganz vorne zu überwintern.

SC Fulenbach: Die Gäuer waren 2015 Wintermeister, wurden aber vom FC Iliria noch abgefangen. Auch letztes Jahr resultierte der zweite Schlussrang. Wegen der Niederlagen gegen Bellach und Grenchen und den Unentschieden gegen Mümliswil sowie Lommiswil ist bis jetzt nur der vierte Platz drin.

Fulenbach empfängt am Sonntagmorgen das Schlusslicht Blustavia, zum Abschluss der ersten Saisonhälfte wartet das Derby gegen den FC Härkingen.

FC Lommiswil: Das Überraschungsteam der Vorrunde, oder wer hätte erwartet, dass sich der Aufsteiger aus der 3. Liga in der Spitzengruppe festsetzt? Nach ausgeglichenem Start mit zwei Siegen und zwei Niederlagen ist Lommiswil mittlerweile seit fünf Spielen ungeschlagen.

Das Schlussprogramm der Leberberger ist indes happig: morgen auswärts beim FC Grenchen, dann noch das Heimspiel gegen den FC Bellach.

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