18. Grenchenberglauf
Dritter Sieg für Hunt am Grenchenberg: «Ich wollte unbedingt an diesem schönen Lauf starten»

Jérémy Hunt gewinnt 6. Lauf der Jura-Top-Tour 2017, Petra Eggenschwiler beim Comeback die Schnellste.

Manfred Dysli
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Insgesamt 332 Läuferinnen und Läufer (74 Frauen und 258 Männer) beendeten den Grenchenberglauf 2017.

Insgesamt 332 Läuferinnen und Läufer (74 Frauen und 258 Männer) beendeten den Grenchenberglauf 2017.

Hansjärg Sahli

Nach 2013 und 2016 gewann der 25-jährige Jurassier Jérèmy Hunt den traditionsreichen Grenchenberglauf gestern bereits zum dritten Male. Der Koch aus der Ajoie feierte dabei einen Start-Ziel-Sieg vor dem Gewinner des Roggen-Berglaufs vor zwei Wochen, Simon Zahnd aus Riggisberg. Dritter wurde Hunts Halbbruder Gilles Bailly. «Ich kehrte erst am Samstag aus den Ferien zurück», waren die ersten Worte des Siegers im Ziel.

«Ich wollte aber unbedingt an diesem schönen Lauf starten», sagte Hunt weiter. «Für mich ist der Grenchenberglauf nach dem Weissensteinlauf der zweithärteste Event der Jura-Top-Tour. Meine Taktik ging hier in Grenchen mit meinem Start-Ziel-Sieg voll auf.» Sein Hauptziel in dieser Saison sei das Berglauf-Grossereignis Sierre-Zinal am 13. August im Wallis, verriet der Tagessieger.

Der Riggisberger Simon Zahnd war mit dem zweiten Podestplatz hinter dem zehn Jahre jüngeren Hunt ebenfalls zufrieden: «Ich sah Jérémy immer wieder vor mir. Obwohl ich das Gefühl hatte, dass ich immer näher an ihn herankomme, fehlten mir am Schluss 41 Sekunden, um meinen Sieg von Oensingen zu wiederholen.»

Der Grenchenberglauf wurde zum 18. Mal durchgeführt.

Der Grenchenberglauf wurde zum 18. Mal durchgeführt.

Hansjörg Sahli

Der drittklassierte Gilles Bailly, der den Grenchenberglauf im Jahre 2011 gewonnen hatte, kommentierte das Rennen wie folgt: «Ich hatte am Freitag noch einen Berglauf in Vicques im Jura gewonnen. Der ging über sieben Kilometer mit 500 Metern Höhendifferenz. Deshalb startete ich hier in Grenchen verhalten.»

Nachdem er den vierten Kilometer an siebter Stelle passiert hatte, konnte Bailly noch aufdrehen und bis ins Ziel noch vier Läufer überholen. «Ich bin erstaunt, dass ich meine Siegeszeit aus dem Jahre 2011 am Schluss nur um eine Minute verfehlt habe», sagte Gilles Bailly.

Drei Minuten Vorsprung

Drei Tage nach ihrem achten Platz bei den Schweizer Meisterschaften im Rad-Einzelzeitfahren gelang der letztjährigen Duathlon-Schweizer-Meisterin Petra Eggenschwiler in Grenchen ein gelungenes Comeback im Berglauf. Wegen einer Fussverletzung hatte die Athletin des TV Welschenrohr längere Zeit auf Starts verzichten müssen.

Petra Eggenschwiler , Gewinnerin des Grenchenberglaufs 2017

«Mir lief es bei den steilsten Aufstiegen am besten. Ich war überrascht, dass ich Gaby Nyffeler nie hinter mir gesehen habe.»


Bei ihrer ersten Teilnahme in der diesjährigen Jura-Top-Tour feierte die Thalerin wie Hunt bei den Männern einen ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg. Eggenschwiler gewann mit mehr als drei Minuten Vorsprung vor der Thunstetterin Gabi Nyffeler, der Gewinnerin des diesjährigen Gempen-Berglaufs.

«Mir lief es bei den steilsten Aufstiegen am besten», freute sich Petra Eggenschwiler. «Ich war überrascht, dass ich Gaby Nyffeler nie hinter mir gesehen habe. Nach diesem gelungenen Comeback am Berg habe ich mir noch nicht grosse Ziele gesetzt. Vermutlich laufe ich aber in drei Wochen den Stockhorn Marathon im Berner Oberland und dann im September auch den Jungfrau Marathon.» Dritte im Overallklassement wurde am Grenchenberg die Oltnerin Yvonne Haefeli und Vierte Chantal Bernet, welche ebenfalls aus der Dreitannenstadt kommt.

Ranglisten:

Frauen: 1. Petra Eggenschwiler (Rubigen) 1:04:07. 2. Gabi Nyffeler (Thunstetten) 1:07:08. 3. Yvonne Haefeli (Olten) 1:09:53. 4. Chantal Bernet (Olten) 1:10:27. 5. Edith Steinmann (Ufhusen) 1:10:43. 6. Andra Turello (Reinach) 1:12:08. 7. Simone Hertenstein (Liestal) 1:12:56. 8. Gisela Schneeberger (Gänsbrunnen) 1:13:14. 9. Beatrice Fankhauser (Roggwil) 1:14:05. 10. Yvonne Nussbaumer (Wiedlisbach) 1:14:57. – 12. Tanja Amiet (Luterbach) 1:17:06. 13. Andra Moser (Lohn-Ammannsegg) 1:18:36. 15. Claudia Sollberger (Halten) 1:19:02. 18. Andrea Wyss (Trimbach) 1:21:05. 19. Carine Hahn-Gyger (Günsberg) 1:21:07. 21. Valerie Kessler (Schönenwerd) 1:22:22. 24. Laura Leibundgut (Solothurn) 1:24:28. 25. Daniela Hälg (Subingen) 1:24:37. 30. Claudia Bernabucci (Olten) 1:27:37. 34. Nadine Ackermann (Niederbuchsiten) 1:28:44. 42. Marianne Wyss (Trimbach) 1:30:21. 46. Petra Mollet (Lüsslingen) 1:32:45. 47. Andrea Racine (Solothurn) 1:32:54. 49. Suzan Turedi (Grenchen) 1:34:55. 50. Ariane Gross (Niedergösgen) 1:34:56. – 74 klassierte Läuferinnen.

Männer: 1. Jérémy Hunt (Porrentruy) 55:02. 2. Simon Zahnd (Riggisberg) 55:43. 3. Gilles Bailly (Perrefitte) 56:15. 4. Michael Morand (Court) 57:13. 5. Carsten Brod (Konstanz) 57:31. 6. Stefan Meinzer (Uster) 57:58. 7. Markus Bigler (Schlosswil) 58:22. 8. Marco Wildhaber (Krattigen) 58:24. 9. Severin Widmer (Reiden) 59:06. 10. Christian Wittensöldner (Zofingen) 1:00:10. – 13. Lukas Walter (Langendorf) 1:01:34. 20. David Richard (Grenchen) 1:03:41. 28. Jürg Schaller (Solothurn) 1:05:43. 29. Boris Hayoz (Selzach) 1:05:56. 30. Simon Stüdeli (Bellach) 1:06:06. 36. Sascha Wyss (Trimbach) 1:07:35. 38. Markus Moser (Luterbach) 1:07:37. 39. Christian Schlosser (Däniken) 1:07:47. 43. Christoph Bänninger (Selzach) 1:08:32. 44. Carlos Do Aido (Oberbuchsiten) 1:08:39. 45. Beat Gisler (Ramiswil) 1:08:49. 46. Hans Ulrich Gerber (Madiswil) 1:08:57. 49. Markus von Gunten (Bettlach) 1:09:13. 50. Klemens Lüthi (Halten) 1:09:18. – 258 klassierte Läufer.