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Drei Solothurner Punkte dank Glück und Kampf

Torhüter Jeffrey Grosjean war mit ein Grund dafür, dass der FC Solothurn heute jubeln konnte

Torhüter Jeffrey Grosjean war mit ein Grund dafür, dass der FC Solothurn heute jubeln konnte

Obwohl sich der FC Solothurn in der ersten Halbzeit nicht entfalten kann, geht er kurz vor dem Pausentee in Führung. Nach der Halbzeit doppelt er gar nach. Das Nidwaldner Anschlusstor sollte die Solothurner aber nicht vom dritten Saisonsieg abbringen

Zum Schluss der ersten Halbzeit war es Glück, dass Solothurn in der Nachspielminute in Führung ging. Nach 94 Spielminuten war es dem nie nachlassenden Kampfgeist, mit der Bereitschaft alles zu geben, zu verdanken, dass dieser dritte Saisonsieg Tatsache blieb. Buochs trat nämlich nicht im Stil eines respektvollen Aufsteigers auf. Durch drei Siege in Serie gestärkt, gingen die Nidwaldner ihr Gastspiel in Solothurn keck und forsch an. Im Bewusstsein, über schnelle Offensivkräfte zu verfügen, gaben sie den Tarif sofort durch. Lauffreudig, ein hohes Tempo anschlagend, blieben die Besucher auch in den Zweikämpfen nicht unzimperlich. Daraus ergab sich eine klare Dominanz mit entsprechendem Chancenplus. Solothurn konnte nur reagieren und versuchen, Ruhe ins Spiel zu bringen. „Wir brauchten Zeit, uns auf diesen routinierten Gegner mit seinen zwei, drei starken Offensivleuten einzustellen“, sah es der rechte Aussenläufer Fabian Kohler. Die Platzherren rannten immer dem Gegner nach. Lange Bälle wie auch das Kombinationsspiel waren keine Mittel, sich durchzusetzen. Zudem bewegte sich die Sayilir-Truppe im Angriffssektor zu wenig. Dann folgten in den Schlussminuten vor dem Seitenwechsel Weg weisende Szenen. Jeffrey Grosjean glänzte mit einer Superparade auf einen scharfen Abschluss von Tanushaj – dritter Eckball (40.). Im Gegenzug lancierte Andonov rechts aussen Kohler (41.). Sieger blieb Buochs-Hüter Blättler. „Es war ein Abpraller, der Goalie war vor mir am Ball“, erklärte Kohler. In der Nachspielminute fiel doch noch ein Treffer: Colamartino stiess auf der linken Aussenbahn vor und Veronica sich in der Mitte frei laufend, schloss entgegen dem Spielverlauf zum 1:0 ab.

Kohlers frühes 2:0 entschied
Damit waren die Buochser gefordert. Doch es waren wieder die Solothurner, die erfolgreich angriffen. In der 49. Minute erhöhte Kohler auf 2:0. „Es war nicht unser primäres Ziel, nachzulegen. Es war ein Superpass von Veronica und ich hatte ziemlich Zeit und Raum, damit ich den Ball rechts am Torhüter vorbei schieben konnte“, freute sich Kohler. Die Buochser stemmten sich vehement gegen diese Niederlage. Mit dem Anschlusstreffer durch ihren Captain Lambert, der nach Zuspiel Malbasics Jeffrey Grosjean geschickt zum 2:1 aussteigen liess, stieg ihr Appetit (56.). Hektik und Nervosität nahmen zu. Das Geschehen wurde zunehmend zerfahrener. „Wir mussten hart kämpfen, denn sie haben nach dem Anschlusstreffer alles nach vorne geworfen und standen hoch, sodass wir fast nur noch abwehren konnten“, fasste der 20-Jährige zusammen.

Solothurn – Buochs  2:1 (1:0)

Stadion. – 300 Zuschauer. – SR Monti. – Tore. 45 (+1). Veronica 1:0; 49. Kohler, 56. Lambert 2:1.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler (57. Osaj), Büchli, Roth, Du Buisson; Fleury; Kohler, Stauffer, Veronica (83. Waylon Grosjean), Colamartino; Andonov (63. Hunziker).

Buochs: Blättler; Fabian Nickel, Knecevic, Schrecker, Tobias Nickel; Schuler; Tanushaj (83. Gabriel), Käch (87. Barmettler), Malbasic; Lambert, Bucheli (55. Unternährer).

Bemerkungen: Solo­thurn ohne Asani, Duah (beide verletzt), Nastoski (Familie), Pozan, Andrijasevic und Kopp (alle nicht im Aufgebot). Debüt von Maryan Andonov im FCS-Fanionteam. – Ver­war­nun­gen: 17. Malbasic, 54. Veronica, 58. Osaj, 60. Fabian Nickel, 86. Büchli und 93. Schrecker (alle Foul). – Eck­bälle 0:5 (0:5).

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FCS

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