NLA-Volleyball
Drei Punkte in Näfels lassen den TV Schönenwerd weiter träumen

Nachdem Schönenwerd auch das zweite Spiel gegen Näfels innert vier Tagen gewinnt (3:1), besteht noch immer Hoffnung auf einen Platz im Playoff-Final.

Nathalie Künzli
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Der neue TV Schönenwerd-Ausländer Korzenevics zeigte gegen Näfels jeweils gute Leistungen.

Der neue TV Schönenwerd-Ausländer Korzenevics zeigte gegen Näfels jeweils gute Leistungen.

Markus Müller

Wie schon am vergangenen Mittwoch lieferten sich der TV Schönenwerd und Biogas Volley Näfels ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Dieses Mal gelang es aber den Niederämtern, den Sack im richtigen Zeitpunkt zu zumachen und drei Punkte nach Hause zu holen. Die Glarner, die sich am Mittwoch nach einem 0:2 Rückstand nochmals aufbäumten, schlussendlich aber im Tiebreak nachgaben, hatten im gestrigen Duell mehr Mühe und unterlagen den Gästen mit 3:1. Für den TVS war ein Sieg extrem wichtig und dementsprechend ist die Freude über den Erfolg. „Die drei Punkte bedeuten uns sehr viel“, bestätigte der TVS-Präsident Philipp Noever und fügte hinzu: „Jetzt können wir weiter träumen vom Playoff-Final.“

Im richtigen Moment zugelegt

Die Ausgeglichenheit der beiden Teams überwiegte auch im gestrigen Matchs. Die beiden ersten Satzbeginne waren wenig spektakulär von einem Punkte Hin und Her geprägt. Erst in der Money-Time setzten sich die Schönenwerder im richtigen Moment durch und gewannen jeweils beide Durchgänge zu 23 und 22.

Die heikle Ausgangslage der 2:0-Führung, die dem TVS schon öfters grosse Schwierigkeit bereitete, bekam im dritten Durchgang wieder Oberhand, so dass Näfels bei der ersten technischen Auszeit mit 5:8 führte. Die Drei-Punkteführung liessen sich die Gastgeber auch nicht abknöpfen. Ganz im Gegenteil, die Glarner bäumten sich regelrecht auf und auf Schönenwerder Seite erhöhte sich die Fehlerquote drastisch. Ein Servicefehler von Giger führte dazu, dass Näfels beim zweiten technischen Timeout schon ein gutes Polster von sechs Punkten Vorsprung hatte (16:10).

Die Glarner Kraftquelle Zlatko Pulko machte in der entscheidenden Phase den Unterschied aus. Von der Diagonalposition verbuchte der Topscorer einen Punkt nach dem anderen. Mit druckvollen Schlägen liess er den Schönenwerder Block alt aussehen und kündigte mit einer Finte zum 14:20 den Satzgewinn an. Obwohl der TVS-Coach Bujar Dervisaj noch mit zwei Wechsel reagierte, vermochte auch dieses Mittel die Glarner nicht mehr aufzuhalten, so dass diese den Durchgang mit 17:25 gewannen.

Verlieren verboten

Anders als am Mittwoch fanden die Niederämter im vierten Satz wieder zu ihrer anfänglichen Stärke zurück und führten von Beginn weg. Endlich gelang das Erfolgsrezept, nämlich das Zugpferd Pulko zu blocken. Gerber und Hänggi bewiesen dies gleich zwei Mal (17:13), woraufhin der Topscorer durch den Venezolaner Martinez ersetzt wurde. Im gestrigen Schlussspurt konnten sich die Niederämter aber im entscheidenden Moment nochmals steigern und holten sich damit die wichtigen drei Punkte.

Am kommenden Mittwoch heisst es zu Hause gegen Lugano „Verlieren verboten“, wenn weiter vom Finaleinzug geträumt werden will.

Biogas Volley Näfels – TV Schönenwerd 1:3

Lintharena SGU, Näfels. – 333 Zuschauer. – SR: Grieder/ Bärtsch. – Satzresultate: 23:25 (26’), 22:25 (27’), 25:17 (23’), 23:25 (27’).

Näfels: Gygli, Meyer, Ilic, Pulko, Ehrat, Vukasinovic, Sutter (L); Bonante, Friend, Martinez, Milic. Coach: Polak, Müller.

Schönenwerd: Hänggi, Giger, Schnider, Korzenevics, Richards, Gerber, Heimgartner (L); L. Dervisaj, Eichenberger, Eichhorn, Hofstede, Lier. Coach: Dervisaj, Buser.

Bemerkungen: Gelbe Karte für Schönenwerd und Näfels.