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Drei Punkte, aber viele Baustellen: Der EHC Olten gewinnt gegen die EVZ Academy 1:0

Ohne viel Glanz gewinnt der EHC Olten vor heimischer Kulisse knapp mit 1:0 gegen die EVZ Academy. Die Partie verlief mehrheitlich ausgeglichen, die Zuger blieben bis zum Schluss dem Ausgleichstreffer nahe. Am Ende dürfen sich die Gastgeber bei Marco Truttmann bedanken, der in der 32. Minute für die Entscheidung sorgte.

«Hauptsache drei Punkte.» Das war das Fazit, welches die etwas mehr als 2000 Zuschauer nach 60 zähen Spielminuten ziehen durften. Ein Treffer von Marco Truttmann reichte dem EHC Olten zum dritten Heimsieg im dritten Heimspiel der neuen Saison.

Die Folgen der Kanterniederlage

Letztlich zählt eben das, was auf dem Resultatblatt steht. Und das sprach an diesem Abend für den EHCO. Ansonsten sprach eher wenig für die Powermäuse, die sich gegen einen zähen, kompakt stehenden und agilen Gegner unheimlich schwertaten.

Unübersehbar war, dass die 2:7-Niederlage am vergangenen Samstag in La Chaux-de-Fonds bei der Mannschaft Spuren hinterlassen hatte.

«Diese Schlappe hat uns schon ein wenig einen Knacks gegeben. Wir haben etwas an Selbstvertrauen verloren. Wir wollten entsprechend gegen Zug simpler spielen, haben aber oft zu überhastet agiert und die falschen Entscheidungen getroffen», fasste EHCO-Captain Philipp Rytz den Auftritt seines Teams zusammen.

Da passte trotz der Umstellungen, die Headcoach Fredrik Söderström in den Sturmlinien und Verteidigerpaaren vorgenommen hatte, nur wenig zusammen. In der Offensive versandeten die Bemühungen der Oltner immer wieder wegen Ungenauigkeiten und schlampigen Zuspielen. In der Defensive tat man sich oft schwer, die Angriffe sauber auszulösen.

Der Kanadier Garry Nunn suchte weiterhin seine Position und hatte kaum Bindung zum Spiel. Nach fünf Spielen steht er noch ohne Tor da. Gerade bei ihm ist spürbar, dass er sich in einem noch unstabilen Gefüge nicht wirklich wohl fühlt. Aber nicht nur Nunn ist als designierter Leistungsträger noch weit vom optimalen Rendement entfernt.

Highlights EHC Olten - EVZ Academy

Philipp Rytz sagt: «Wir brauchen Geduld. Die Automatismen fehlen. Man sieht es an unseren Laufwegen, man sieht es im Powerplay. Wichtig ist, dass wir nicht zu viel wollen, nicht immer das perfekte Spiel suchen.»

Momentan geht es für die Oltner eigentlich nur darum, möglichst viele Punkte zu sammeln. Die Mannschaft braucht offensichtlich Zeit, um in die Gänge zu kommen. So lange man auch solche Spiele gewinnt, sind auch magere Darbietungen verkraftbar. «Es war sicher kein Topspiel von uns und es stimmt Vieles noch nicht. Aber: Wir haben eine Reaktion gezeigt», so Rytz.

Apropos positiv: Es gab an diesem tristen Eishockey-Abend einen herausragenden Akteur aufseiten der Oltner: Goalie Silas Matthys, der in seinem zweiten Pflichtspiel-Einsatz seinen ersten Shutout im Dress der Powermäuse schaffte. Ohne die Paraden von Matthys hätte diese Partie gegen die bescheidenen Zuger durchaus mit einer Blamage für den EHCO enden können.

Erfreuliche News gab es dafür in der Krankenakte Anthony Rouiller. Nachdem der Verteidiger seine verletzte Schulter nun einen Monat geschont hat, kann eine Operation und somit das vorzeitige Saisonende mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Rouiller wird nun die lädierte Schulter langsam aber sicher wieder belasten. Im optimalen Fall wäre eine Rückkehr Ende Oktober/Anfang November realistisch.

Lesen Sie die Partie im Liveticker nach:

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