Regionalsport-Oscars
Drama des Jahres: Christof Aebi

Alles hat ein Ende, auch das Sportjahr 2014. Somit ist es höchste Zeit, die Heldinnen und Helden des Regionalsports zu küren - sechs an der Zahl. Dies ist der sechste und letzte Teil.

Michael Schenk
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Christof Aebi ist bereits wieder auf dem Hornusserbitz anzutreffen.

Christof Aebi ist bereits wieder auf dem Hornusserbitz anzutreffen.

Hans Peter Schläfli

Am 4. Mai flog in Epsach dem Hornusser Christof Aebi im NLA-Meisterschaftsspiel seiner HG Gerlafingen-Zielebach beim Abtun auf dem Ries ein Nouss ins rechte Auge. Aebi gehört zu jenen, die keinen Helm tragen: Zu unbequem, zu eingeschränktes Sichtfeld, zu heiss sind gängige Argumente, den Schutz wegzulassen. Die Schmerzen waren furchtbar und es folgten diverse Operationen – das Auge indes war nicht mehr zu retten.

Das Leben hat sich für Aebi so im wahrsten Sinn auf einen Streich total verändert. Hornussen freilich, das stand für den Familienvater sofort fest, das wollte er sobald als möglich wieder. Vier Monate nach dem Unfall, am interkantonalen Fest in Hettiswil, war es so weit. Aebi trat mit seinen Kameraden und seinem Sohn in der 4. Stärkeklasse an. Mit einem Sehvermögen von total rund 20 Prozent. Und, schier unglaublich, der Mann, für den Hornussen so wertvoll ist wie Wasser und Luft – gewinnt das Fest.