Armwrestling

«Dr Wouf vo Solothurn» beisst an den Schweizer Meisterschaften zu

Martin Zangger dominiert die Armdrückszene in seiner Klasse.

Martin Zangger dominiert die Armdrückszene in seiner Klasse.

Armdrücken Ob mit dem linken oder dem rechten Arm – der Solothurner Martin Zangger ist an der Schweizer Meisterschaft der Armdrücker nicht zu schlagen.

Der beste Solothurner Armwrestler, Martin Zangger, war an der 26. Austragung der Schweizer Meisterschaften, einmal mehr das «Non plus Ultra». Egal wer versuchte, ihn zu besiegen, der scheiterte.

«Dr Wouf vo Solothurn» wie Martin Zangger in der Szene genannt wird, wurde so in der Kategorie bis 90 Kilogramm auch unangefochten Schweizermeister. Der mittlerweile 15-fache nationale Titelträger gewann die Konkurrenz sowohl mit dem linken als auch mit dem rechten Arm.

Grosser Trainingsaufwand

Wer die Szene schon so viele Jahre dominiert, der muss auch auf vieles verzichten können. «Zänggu», so nennen seine Freunde ihn, begann bereits vor knapp einem Jahr mit der Vorbereitung auf die nationalen Titelkämpfe. Wer jetzt freilich denkt, für eine Armwrestling-Meisterschaft brauche es als Vorbereitung bloss ein wenig Krafttraining, der täuscht sich gewaltig – zumindest im Falle von Martin Zangger. Die vielen Stunden Training, die der Spitzen-Armdrücker in seinen Randsport investiert, kommen einem Pensum eines Spitzensportlers nahe. Laut eigenen Angaben trainiert «dr Wouf vo Solothurn» durchschnittlich fünf- bis sechsmal die Woche. Und woher schöpft Martin Zangger seine Kraft?

Vaterfreuden spenden Bärenkräfte

Früher sei es einfach die Leidenschaft für seinen Sport gewesen, räumt der erfolgreiche Kraftsportler ein. Aber, wie Zangger verrät, erwartet seine Frau in Bälde Nachwuchs. «Die Vorfreude, Papa zu werden, gibt mir beinahe unendlich Kraft», sagt der Meister. Na da kann sich die Konkurrenz ja warm anziehen; selbst wenn das Armwrestling in Zanggers Leben nach Frau und Familie inskünftig «nur» noch dritte Priorität haben wird. Aber wahrscheinlich ist genau diese Veränderung der Wichtigkeiten dafür verantwortlich, dass Martin Zangger mit 32 Jahren nach wie vor nationale Spitze in seiner Gewichtsklasse repräsentiert.

Doppelbelastung

Es ist schon beeindruckend zu sehen, was Martin Zangger alles für seinen Sport tut. Da die diesjährige Austragung der Schweizer Meisterschaften vom ASC (Arm-Sport-Club) Bulldogs durchgeführt worden ist, war er zusätzlich auch noch mit der Organisation betraut. Angesprochen darauf gab er sich äusserst zufrieden; denn mit einer vollen Langendorfer Konzerthalle und 170 bis 190 Teilnehmer war der Event sehr gut gelungen.

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