Schwingen

Doppelsieg der beiden Überschwinger am Solothurner Kantonalen

Gemeinsame Sieger: Christoph Bieri (l.) und Bruno Gisler lassen sich in Meltingen feiern.

Gemeinsame Sieger: Christoph Bieri (l.) und Bruno Gisler lassen sich in Meltingen feiern.

Die beiden eidgenössischen Kranzschwinger Christoph Bieri und Bruno Gisler dominierten das Solothurner «Kantonale» in Meltingen. Weil ihr Sieg mit je 50 Punkten schon nach fünf Gängen feststand, kams zu einem faden «gestellten» Schlussgang.

Die beiden eidgenössischen Kranzschwinger Christoph Bieri und Bruno Gisler dominierten das Solothurner «Kantonale» in Meltingen. Weil ihr Sieg mit je 50 Punkten schon nach fünf Gängen feststand, kams zu einem faden «gestellten» Schlussgang.

Doppelsiege haben im Schwingen häufig etwas Anrüchiges, Zwiespältiges. Doch in Meltingen ging dieser Ausgang in Ordnung. Der Solothurner Leader, Gisler, und die klare Nummer 1 im Aargau, Bieri, waren die beiden überragenden Schwinger im 145-köpfigen Teilnehmerfeld. Bieri konnte zu Beginn auf die Unterstützung der Gebrüder Thürig hoffen, doch Gisler besiegte Guido im ersten und Mario im dritten Gang ohne grosse Probleme. Deshalb hatte der neue Einteilungschef im Solothurner Verband, Res Blatter, nach vier Gängen eine heikle Entscheidung zu fällen. Er verzichtete auf eine vorzeitige Direktbegegnung der Dominatoren und teilte Bieri stattdessen Rückkehrer Mario Thürig zu. Doch Bieri bestand diesen Härtetest und legte den Aargauer Rivalen schon nach 50 Sekunden mit einem Fussstich platt auf den Rücken.

Enttäuschendes Finale

Gisler liess sich vom Freiämter Thomas Fischer ebenso wenig aufhalten. Somit stand der von allen 1600 Zuschauern erwartete Schlussgang der zwei Überschwinger fest. Das Finale brachte aber nicht die erhoffte Krönung des Tages. Dies lag aber weniger am einsetzenden Regen als an der Ausgangslage. Weil Gisler bei einem Remis die 1a-Klassierung gewiss war, beschränkte er sich auf die Kontrolle des Ganges. Bieri bemühte sich um Angriffe, tat dies aber ohne Risiko. So verstrichen die zwölf Minuten ohne Schwingerspektakel. «Ich wollte gewinnen, aber merkte schnell, dass Bruno fit ist», erklärte Bieri nachher. Gisler betonte, dass der gemeinsame Sieg verdient sei.

Weil Gisler und Bieri die Thürig-Gebrüder zurück gebunden hatten, ging der dritte Lebendpreis an Thomas Stüdeli. Einen Viertelpunkt dahinter bestätigte auch Marcel Kropf seine gute Verfassung. Der zweite Mümliswiler, Remo Stalder, kam nach solider Vorstellung in den ersten fünf Gängen zuletzt gegen den Aargauer Routinier Thomas Notter nicht über einen «Gestellten» hinaus. Dies kostete ihn einen Spitzenplatz.

In der Kranzbilanz hielt Res Blatter Wort. Er hatte angekündigt, die Solothurner nicht zu schonen. So setzten sich die Aargauer als stärkster Kanton im Nordwestschweizerischen Verband gegen die Solothurner mit 9:7 durch.

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