Gottéron-Präsident Charles Phillot hat mit Biels Assistenten Gerd Zenhäusern (52) erste Gespräche geführt. Die Ausgangslage: Biel ist gegen eine Ablösesumme bereit, Zenhäusern ziehen zu lassen. Cheftrainer Kevin Schläpfer sagt: „Wenn Gerd diese Chance bekommt, dann dürfen wir ihm nicht davor stehen.“ Ein Nachfolger ist auch schon gefunden: Geht Zenhäusern, dann kommt Dino Stecher (50).

Der ehemalige Goalie war bereits einmal in Biel Schläpfers Assistent (2011 bis 2013) Nach dem Konkurs der Basel Sharks hat er vorerst einen Job als Assistent bei Olten. Aber nur zu 50 Prozent. Die anderen 50 Prozent zahlt noch die Arbeitslosenkasse. Bekommt er eine Vollzeitstelle darf er Olten verlassen.

Schläpfer bestätigt: „Wenn Gerd Zenhäusern gehen sollte, dann wäre Dino Stecher für mich der perfekte Nachfolger.“ Sportchef Martin Steinegger würde diesen Wunsch erfüllen. „Kevin Schläpfer muss entscheiden, wen er als Assistenten haben will. Er muss jeden Tag mit ihm arbeiten.“

Aber es gibt noch eine andere Variante für Dino Stecher. Charles Phillot hat am Nachmittag auch mit Andrej Chomutow (53) gesprochen. Der ehemalige Weltklassespieler hat vier Jahre als Cheftrainer in der KHL gearbeitet. Seit 2012 ist er wieder in der Schweiz als Junioren-Trainer tätig (Sense/Düdingen).

Andrej Chomutow hat zusammen mit Slawa Bykow (zurzeit in der KHL bei St. Petersburg) die „russischen Flugjahre“ bei Gottéron geprägt (1990 bis 1999). Er ist am Job interessiert. Auch in diesem Falle könnte Dino Stecher wieder einen Hundertprozent-Job bekommen: Chomutow ist kein guter Kommunikator und Dino Stecher könnte als sein Assistent diese Schwäche kompensieren. Das Problem hier: Gottéron möchte, um Geld zu sparen, gerne den bisherigen Assistenten René Matte behalten. Aber Kritiker sagen, der Kanadier werde von den Spielern schon lange nicht mehr ernst genommen. Schliesslich und endlich gibt es noch eine dritte Variante: Dino Stecher als Cheftrainer bei Gottéron. Er hat sein Dossier eingereicht. Die Chancen sind aber sehr gering.