Faustball NLA
Diesmal solls klappen mit dem Ligaerhalt: Der TV Olten will sich in der NLA behaupten

Der TV Olten will sich als Aufsteiger in der NLA etablieren, die Neuendörferinnen streben Mittelfeldplatz an.

Fabio Baranzini
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Defensivspieler Philippe Meier strebt mit dem TV Olten einen Platz im hinteren Mittelfeld der NLA an.

Defensivspieler Philippe Meier strebt mit dem TV Olten einen Platz im hinteren Mittelfeld der NLA an.

Fabio Baranzini

Die letzte NLB-Feldsaison des TV Olten war eine Machtdemonstration. 18 Siege in 18 Spielen waren gleichbedeutend mit dem souveränen Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes. Es ist das vierte Mal nach 1972, 2009 und 2013, dass die Oltner in der Nationalliga A mitmischen.

Bei den letzten beiden NLA-Abenteuern mussten die Dreitannenstädter das Feld allerdings gleich wieder räumen und stiegen ab. Das soll diesmal nicht passieren. «Damals waren wir alle noch sehr jung und uns fehlte die Erfahrung», sagt Marco Campigotto, der die Mannschaft gemeinsam mit Teamkollege und Captain Thomas Gysin betreut.

Marco Campigotto Spieler TV Olten

«Damals waren wir alle noch sehr jung und uns fehlte die Erfahrung.»

Im heutigen Team sind noch immer drei Spieler mit dabei, die bereits bei den letzten beiden NLA-Kurzbesuchen zur Equipe gehörten. Genau diese Konstanz im Team ist die wohl grösste Stärke der Oltner. «Wir spielen alle schon seit vielen Jahren zusammen, wissen genau, was wir draufhaben, und können uns so optimal unterstützen», sagt Campigotto.

Abstieg soll kein Thema sein

Die Spieler des TV Olten sind sich aber durchaus bewusst, dass sie in der hiesigen Faustballszene vom einen oder anderen Grossklub etwas belächelt werden. Bloss zwei Trainings pro Woche stehen auf dem Programm der Oltner, die auf Verstärkungsspieler verzichten und stattdessen immer auf denselben harten Kern setzen.

«Dass wir teilweise so wahrgenommen werden, stört uns nicht. Ich finde, dass genau das unser Team und auch unseren Verein ausmacht», so Campigotto, der sich selber als «Vereinsromantiker» bezeichnet und die italienischen Fussball-Ikonen Gianluigi Buffon und Francesco Totti, die ihrem Verein über viele Jahre die Treue gehalten haben, als positive Beispiele anfügt.

Philippe Meier Spieler TV Olten

«Wir werden nicht vorne mitspielen können. Dazu fehlt uns bisweilen sicher auch etwas das Talent, aber ich sehe uns im hinteren Mittelfeld.»

Obwohl die Oltner weniger oft und weniger professionell trainieren als die Spitzenteams in der Nationalliga A, sind sie fest überzeugt, dass sie in der kommenden Saison mit dem Abstieg nichts zu tu haben werden. «Wir werden nicht vorne mitspielen können. Dazu fehlt uns bisweilen sicher auch etwas das Talent, aber ich sehe uns im hinteren Mittelfeld», sagt Philippe Meier, der in der Oltner Defensive spielt.

Guter Start ist wichtig

Dass die Oltner zu den besten neun Teams des Landes gehören, ist für den Verein wichtig. «Für unsere Bemühungen im Bereich Sponsoring und Marketing hilft das sicher. Und durch die grössere Aufmerksamkeit – unter anderem in den Medien – erhoffen wir uns noch mehr Kinder, die beginnen, Faustball zu spielen», sagt Campigotto. Die Oltner werden daher alles daransetzen, sich langfristig in der Nationalliga A zu halten.

Auf dem Weg zum Ligaerhalt kann ein guter Start in die Meisterschaft von grosser Wichtigkeit sein. Die Oltner wollen daher bereits am ersten Spieltag vom nächsten Samstag die ersten Punkte ins Trockene bringen. Gegner sind Elgg-Ettenhausen und Vordemwald. «Ich hoffe, dass wir gegen Elgg-Ettenhausen schnell ins Spiel finden und sie so etwas auf dem falschen Fuss erwischen. Gegen Vordemwald haben wir letztes Jahr in der Auf-/Abstiegsrunde knapp gewinnen können. Das wird ein sehr ausgeglichenes Duell mit Derby-Charakter», blickt Campigotto auf den Start ins NLA-Abenteuer der Oltner Faustballer voraus.

Zwei Verstärkungen für die Frauen-NLA-Equipe

Nicht nur die Männer des TV Olten spielen in der Nationalliga A, sondern auch die Frauen von Faustball Neuendorf mischen in der höchsten Spielklasse mit. Die Neuendörferinnen, die in der letztjährigen Feldsaison ohne Sieg geblieben sind, dürften in diesem Jahr einiges stärker sein. Dies unter anderem auch deshalb, weil Simone Gaugler vom Spitzenteam STV Oberentfelden-Amsteg zu FB Neuendorf zurückgekehrt ist und Nachwuchstalent Noëmi Egolf ebenfalls fix für die Neuendorferinnen aufläuft. Mit diesem Team, in dem auch Nationalspielerin Livia Galli eine wichtige Rolle übernehmen wird, ist FB Neuendorf durchaus ein Platz im Mittelfeld zuzutrauen. Die Neuendörferinnen starten am Sonntag mit einer Doppelrunde in Schlieren in die neue Saison. Die zwei Gegner heissen Oberentfelden-Amsteg und Jona. Das Männer-Fanionteam der Neuendörfer beendete in der letzten Saison die Qualifikation in der NLB-Westgruppe hinter dem TV Olten auf dem zweiten Platz und verpasste somit die Aufstiegsspiele nur knapp. Faustball Neuendorf bekommt es am Samstag auf der Grossmatt in Kirchberg zum Saisonauftakt mit Kirchberg und Würenlos zu tun. (FBA)