Die Saison hat für die Riedholzerin bereits begonnen. Die ersten beiden Rennen hat sie schon hinter sich gebracht. «Es lief noch nicht wunschgemäss. Die kalten und nassen Temperaturen liegen mir weniger», sagt sie mit einem Blick aus dem Fenster in den Regen.

«Ich mag es heiss, so um die 30 Grad. Hoffentlich wird es beim nächsten Rennen im Tessin etwas wärmer.» Dass sie es lieber wärmer hat, passt wie die Faust aufs Auge zu ihrem Team, bei dem sie fährt. Sie trainiert mit dem Tropical Bike Team aus Solothurn.

Meist trainiert sie aber alleine, ausser am Wochenende, seit mittlerweile ungefähr acht Jahren. « Das ist nun mal so bei diesem Sport, es ist im Endeffekt ein Einzelsport», führt sie aus. «Ich habe jedoch Glück, dass mein Freund und mein jüngerer Bruder beide auch Mountainbike fahren. So können wir öfters zusammen trainieren.»

In der Zwischenzeit ist sie so erfolgreich, dass sie im Juniorenkader der Nationalmannschaft Unterschlupf gefunden hat. «Im Winter gibt es vier bis fünf Zusammenzüge bei denen wir gemeinsam trainieren. Im Sommer haben wir so viele Rennen. Da trifft man sich einfach vor Ort», sagt sie.

Zusammenspiel vieler Faktoren

Durch ihren Bruder ist sie auch zum Biken gekommen. «Ich habe mir ein Rennen von ihm angeschaut und wollte es danach unbedingt selber ausprobieren. Von da an hat es sie gepackt. Was sie denn daran so fasziniere? «Man ist immer draussen, das gefällt mir sehr gut.»

Chantal Eheim im Kurzinterview

Chantal Eheim im Kurzinterview

Ausserdem sei es ein Zusammenspiel vieler Faktoren: Man muss Ausdauer, Kraft und Technik haben. Ausserdem muss der Wille vorhanden sein, immer trainieren zu gehen, auch bei schlechtem Wetter.»

Der Wehmutstropfen Geld

Ein Wermutstropfen gibt es aber trotzdem. Der Sport ist sehr kostenintensiv. «Ja das stimmt, ich habe mir nicht gerade ein sehr günstiges Hobby ausgesucht», sagt sie lachend. Die Materialkosten sind am teuersten, aber ohne gutes Material hat man keine Chance vorne mitzufahren.

Deswegen hat Eheim einen sogenannten 100er-Klub gegründet. «Wer mich gerne unterstützen möchte, kann dies mit einem Betrag von jährlich 100 Franken machen. Damit ist man automatisch im Klub dabei», erklärt sie. Am Ende des Jahres lädt sie alle Mitglieder ein, um ihnen von der vergangenen Saison zu berichten.

Bis jetzt hatte sie auch das Glück auf ihrer Seite, was Verletzungen angeht. « Ich hatte noch keine gravierenden Unfälle, sodass ich hätte pausieren müssen deswegen», sagt sie. Und wenn das so bleibt, kann sie in der Zukunft bei der Elite mitfahren.

«Es wäre toll, da oben mitzufahren. Denn, wenn man sich auf dem hohen Niveau in der Schweiz durchsetzen kann, kann man es an die Weltspitze schaffen.»