Es war das zehnte Heimspiel der laufenden Saison, das der EHC Zuchwil Regio zuletzt gegen den EHC Burgdorf austrug. Und bereits zum fünften Mal gingen die Gastgeber dabei in die Verlängerung. Das riecht langsam nach Programm mit dem Motto: «Wir wollen den Fans, die da kommen, möglichst etwas bieten fürs Geld».

Die Gäste starteten besser ins Spiel, konnten jedoch aus diesem Vorteil mit dem 1:0 durch Ruch nur einen (zu) kleinen Vorteil ziehen. Richtig schepperte es dann zu Beginn des Mitteldrittels; freilich nicht in Form von Toren, sondern von Strafen.

Allein in der 23. Minute gerieten sich Vertreter beider Parteien heftig in die Haare, sodass Schiedsrichter Fausel letztlich neun Zweiminutenstrafen auf einmal aussprach. Es wurde luftig auf dem Eis. Als kurz darauf wieder Vollbestand punkto spielendem Personal herrschte, markierte Messerli bei Spielhälfte das 1:1.

Dank zwei Powerplay-Toren und einem bei Gleichbestand der Kräfte ging Burgdorf in der Folge mit 4:2 in Führung. Dies bis zur 42. Minute. Der erste Sieg der Emmentaler gegen die Solothurner in dieser Saison lag in der Luft, gelang es den Gästen doch über weite Strecken, den Puck aus der eigenen Gefahrenzone fernzuhalten und ab und zu auch noch eine gute Chance zu kreieren. In der 47. Minute verpassten die Emmentaler die Vorentscheidung durch ein fünftess Tor.

Doch aus dem erhofften Sieg wurde nichts. Die Overtime-Spezialisten aus dem Wasseramt retteten sich, moralisch stark, auch diesmal in die Verlängerung. Und einmal mehr entschied das Team von Coach Manfred Reinhard in der Verlängerung die Partie für sich. Drei (!) Sekunden vor Schluss gelang erneut Messerli das 5:4 für Zuchwil Regio.

Es geht um wichtige Punkte

Es war dies der dritte Sieg in Folge für die Solothurner. Am Mittwoch um 20.15 Uhr reist nun zum vierten Heimspiel in Serie mit dem SC Unterseen-Interlaken eine Mannschaft an, die unter dem Strich klassiert ist und gegen welche die Zuchwiler heuer schon zwei Mal gewonnen haben. Ein Rekord von vier Siegen in Folge liegt also drin.

Gelingt dies mit einem weiteren Erfolg, machen die Gastgeber am Mittwoch einen grossen Schritt Richtung Playoffs. Nach diesem Spiel folge noch acht Runden bis zum Abschluss der Qualifikation und die Wasserämter haben jetzt schon 15 Punkte Vorsprung auf den Strich. Es sieht also diesbezüglich prima aus. Und wer weiss, vielleicht klappt es gegen die Interlakner für einmal schon in der regulären Spielzeit?