Swiss League
Die Wundertüte EHC Olten kassiert gegen Visp eine bittere Pleite

Nach dem Gala-Auftritt am Wochenende folgt für den EHC Olten eine ärgerliche Niederlage gegen den EHC Visp. Die Powermäuse unterliegen den Oberwallisern im Kleinholz deutlich mit 1:4. Dabei müssen sie sich vor allem fehlende Effizienz, aber auch eine mangelhafte Einstellung vorwerfen lassen.

Marcel Kuchta
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Der EHC Olten muss sich im Kleinholz deutlich mit 1:4 gegen den EHC Visp geschlagen geben.
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Der EHC Visp kann seine Führung souverän verteidigen.
Die Oltner können den Visper Keeper Rasmus Tirronen im letzten Drittel nicht mehr bezwingen.
Der EHC Visp behält auch im zweiten Abschnitt die Oberhand.
Olten-Keeper Silas Matthys muss erneut zweimal hinter sich greifen.
Der EHCO zeigt sich zwar verbessert, jedoch nach wie vor zu wenig effizient.
Jens Nater und Jan Petrig liefern sich ein Duell an der Bande.
Nach 40 Minuten liegt Olten mit 1:4 im Rückstand.
Der EHCO kann zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzen.
Ratlose Blicke auf der Oltner Bank.
Topskorer Garry Nunn bleibt nach zwei Dritteln ohne Torerfolg.
Visp führt zur ersten Drittelspause verdient mit einem Zweitore-Vorsprung.
Stefan Spinell erzielt das zweite Tor für die Oberwalliser.
Die Visper führen nach 17. Minuten mit 2:0 im Kleinholz.
Der EHC Olten kommt im ersten Abschnitt noch nicht so richtig in Fahrt.
Silas Matthys muss sich zweimal innert 20 Minuten geschlagen geben.
Dem EHC Olten kann im ersten Abschnitt offensiv kaum Akzente setzen.
EHCO-Goalie Silas Matthys versucht Schlimmeres zu verhindern.
Mit vielen Fehlpässen und mangelnder Effizienz im Abschluss macht sich der EHCO selber das Leben schwer.
Der EHCO erwischt einen schwachen Start in die Partie.

Der EHC Olten muss sich im Kleinholz deutlich mit 1:4 gegen den EHC Visp geschlagen geben.

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Immer, wenn man gedacht hat, dass dieser EHC Olten endlich den Weg Richtung Spitzenteam eingeschlagen hat, wird man unerwartet wieder eines Besseren belehrt. Drei Tage nach der 5:1-Gala gegen Leader Kloten zeigten die Oltner gegen den kriselnden EHC Visp eine mehr als bescheidene Darbietung und gingen verdientermassen mit einer 1:4-Niederlage vom Eis.

Es wirkte so, als würde der EHCO-Motor nach einem Kaltstart nie den nächsten Gang finden, während auf der anderen Seite die Visper von Anfang an bereit waren und auf dem Eis Vollgas gaben. Die Tatsache, dass die Oltner vor allem das erste Drittel komplett verschliefen und sich damit früh in eine schwierige Lage manövrierten, ärgerte Headcoach Fredrik Söderström am meisten: «Unsere Einstellung hat heute nicht gestimmt. Ich bin sehr frustriert darüber, dass offensichtlich einige Spieler nach dem Sieg gegen Kloten dachten, dass dies ein einfacheres Spiel werden würde.»

Aufmerksame Visper, lethargische Oltner

In der Tat wurden die Powermäuse von den lauffreudigen und aufmerksamen Visper sichtlich auf dem falschen Fuss erwischt. Die Oberwalliser gewannen mehr Zweikämpfe und waren generell präsenter als die lethargisch wirkenden Oltner. Dass die ersten beiden Tore durch verlorene Mann-gegen-Mann-Duelle vor Silas Matthys zustande kamen, trieb Söderström die Zornesröte ins Gesicht. «Wenn man solche Zweikämpfe verliert, dann ist das ein Indiz dafür, dass man ganz einfach nicht bei der Sache ist.»

Nun wäre ein 0:2-Rückstand nach einem Drittel ja kein Beinbruch, wenn die Reaktion entsprechend ausfallen würde. Aber ein kopfloser Einsatz der ersten Sturmlinie führte zu einem Visper 4-gegen-2-Konter, den diese mustergültig zum vorentscheidenden 3:0 durch Jan Petrig verwerteten. Nach Dion Knelsens schönem Anschlusstreffer kurz nach Spielmitte keimte bei den Oltnern noch einmal ein wenig Hoffnung auf. Doch spätestens nach dem vierten Gegentreffer, bei welchem Jens Nater einen Schuss von Janik Wyss unhaltbar ins eigene Tor ablenkte, war der Ofen aus. Der EHCO bemühte sich zwar nach Kräften, aber das war an diesem Abend viel zu wenig. «Was immer wir gemacht haben – die Visper machten es doppelt so gut wie wir», befand Söderström – und hatte mit dieser Einschätzung vollumfänglich recht.

Man wird nicht schlau aus dieser Mannschaft

Es war ein rätselhafter Auftritt der Oltner. Man wird einfach nicht so recht schlau aus dieser Mannschaft, die bisweilen einer Wundertüte gleicht, bei welcher man nie weiss, was rauskommen wird. Und damit hat auch der schwedische Headcoach seine liebe Mühe, wie er unmissverständlich Kund tat: «Ich habe den Spielern gesagt, dass ich unglaublich enttäuscht bin. Es irritiert mich, dass wir nicht begreifen, wie wichtig die Einstellung ist. Wir haben dieses Spiel einfach weggeworfen.»

Telegramm

EHC Olten - EHC Visp 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)
Kleinholz. – Keine Zuschauer. – SR: Fausel/Ruprecht (Micheli/Meusy). – Tore: 8. Haas 0:1. 17. Spinell (Hofstetter, Petrig) 0:2. 25. Petrig (Furrer) 0:3. 32. Knelsen (Heughebaert) 1:3. 33. Janik Wyss (Petrig) 1:4.– Strafen: 3-mal 2 plus 10 Minuten (Weisskopf) gegen Olten. 2-mal 2 Minuten gegen Visp.
Olten: Matthys; Philipp Rytz, Nater; Elsener, Weisskopf; Heughebaert, Lüthi; Gurtner; Silvan Wyss, Schirjajew, Nunn; Oehen, Knelsen, Othmann; Weder, Fuhrer, Schwarzenbach; Carbis, Rexha, Portmann; Fogstad Vold.
Visp: Tirronen; Eggenberger, Steiner; Blaser, Heynen; Janik Wyss, Furrer; Pilet; Haberstich, Josephs, Riatsch; Spinell, Hofstetter, Petrig; Burgener, Ritz, Merola; Holdener, Berger, Haas; Ranov.
Bemerkungen: Olten ohne Simon Rytz, Fuss, Daneel und Hüsler (alle verletzt) sowie Maurer (überzählig). Visp ohne Camperchioli, Brügger, Lory, Rochow und Wiedmer (alle verletzt). – 10. Lattenschuss Weisskopf. 58. Pfostenschuss Weder.