Interclub 2013
Die Weichenstellung der Froburger Veteranen erfolgt im Tessin

An diesem Wochenende beginnt die Interclubsaison 2013. Unsere Region ist mit 51 Mannschaften vertreten, darunter auch den NLA-Veteranen Trimbachs. Der Aufsteiger gibt sich dabei ganz und gar unbescheiden – zurecht.

Michael Forster
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Das NLA-Team der Froburger, hinten (vl.): Walter Affolter, Werner Widmer, Sergio Verdesca. Vorne (vl.): Peter Kühni, Hannes Schindler, Markus Arnold. Es fehlen Martin Gloor, Mathias Funk und Ueli Walter.

Das NLA-Team der Froburger, hinten (vl.): Walter Affolter, Werner Widmer, Sergio Verdesca. Vorne (vl.): Peter Kühni, Hannes Schindler, Markus Arnold. Es fehlen Martin Gloor, Mathias Funk und Ueli Walter.

Zur Verfügung gestellt

Wenn ein Team, egal, in welcher Sportart, den Schritt in die nächst höhere Liga schafft, folgt zumeist eine Phase der Konsolidierung. Es wird dann meistens davon gesprochen, sich möglichst rasch an das höhere Niveau zu gewöhnen, den Ligaerhalt zu schaffen. Im Falle der Veteranen des TC Froburg sieht das ein wenig anders aus. Nach dem sehr unglücklichen Abstieg 2011 (sportlich hätte man die Liga halten können) musste man in der letzten Saison in der NLB ran – in der falschen Liga, wie sich bald herausstellen sollte. Die Trimbacher verloren in den total fünf Begegnungen eine einzige Partie, mehr noch: Sie deklassierten die überforderte Konkurrenz geradezu. Im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen Schwerzenbach gab man gerade einmal 11 Punkte ab und stand bereits nach den Einzeln als Rückkehrer in die «richtige» Liga fest.

Die Sache aus der vorletzten Saison, als der damalige Abstiegsspiel-Gegner Zofingen einen Formfehler gegen Trimbach geltend machte und damit Erfolg hatte – Zofingen zog sich darauf hin zurück! –, nagte lange am unglücklichen Absteiger. «Wir wollten das unbedingt geradebiegen», kann Teamcaptain Peter Kühni deshalb mit Genugtuung auf das 2012 zurückblicken. Aber auch er weiss, dass jetzt wieder ganz andere Kaliber auf seine Truppe warten. «In der NLA hat es viele ehemalige Top-Spieler der Schweiz, solche, die heute noch regelmässig Turniere bestreiten.» Und obwohl keiner von ihnen in den Reihen des TC Froburg figuriert und mit Ueli Walter die Nummer 2 der letzten Saison verletzungsbedingt ausfällt, will man sich an der Spitze orientieren.

Denn: Trimbach konnte sich gleich mehrfach verstärken. So stösst mit Martin Gloor (R3, letzte Saison noch R2) ein Tennislehrer aus dem Aargau an den Jurasüdfuss und mit ihm gleich noch Doppelpartner Hannes Schindler (R4). Und wären die beiden Zuzüge noch nicht genug, bekundete auch Mathias Funk wieder Interesse, beim Aufsteiger mitzutun. Ganze vier (!) Punkte gab der 57-jährige Deutsche in der letzten Saison bei seinen vier Einsätzen ab und wird in der bevorstehenden Saison, ebenfalls R4 klassiert, das hochkarätige Trio bei den Froburgern komplettieren.

Und so lässt sich ein Platz unter den ersten zwei denn auch ungeniert formulieren. Wie weit nach vorne es in den Gruppenspielen tatsächlich geht, das hängt von den beiden Auftritten im Tessin ab. «Es ist wirklich ein bisschen Pech, dass wir da zweimal auswärts antreten müssen», sagt der Captain, zuerst in Melide, eine Woche später beim letztjährigen Vize-Meister Morbio. Kühni ist sich denn auch bewusst: «Wenn sie mit der letztjährigen Finalaufstellung antreten, dann ist Rang 2 das Ziel.» Den Trimbachern könnte hingegen zum Vorteil gereichen, dass sie mit einem grossen Team in den Süden anreisen werden. «Normalerweise verliert jener Spieler, der am Steuer sitzt, seine Partie», weiss Kühni aus Erfahrung. – Das acht Mann starke Kader bietet diesbezüglich doch gewisse Möglichkeiten. Und dann beschränkte Swiss Tennis im Hinblick auf diese Saison auch noch die Anzahl Ausländer auf zwei pro Team. Für die Tessiner Vereine, die sich jeweils aus dem Grossraum Mailand mit Spielern verstärkten, bestimmt keine vorteilhafte Regelung.

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